Sie sind extrem beliebt und schießen wie Pilze aus dem Boden: Shisha-Bars, in denen die Kunden aromatisierten Rauch aus der Wasserpfeife genießen. Doch immer mehr Shisha-Raucher wandern dieser Tage mit schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen ins Krankenhaus. Die Uniklinik Düsseldorf etwa berichtet, dass es zu einem sprunghaften Anstieg von Behandlungen in ihrer Druckkammer gekommen sei.

Allein 2017 wurden bereits 40 Wasserpfeifen-Raucher behandelt – 2016 waren es gerade mal fünf Fälle, 2015 nur einer. Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik, warnt: „Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich.“ Doktor Mathias Genter, Ärztlicher Leiter des Klinikums Osnabrück, betonte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass solche Vergiftungen unter anderem auf eine Fehl-Handhabung der Pfeifen und fehlende Sauerstoffzufuhr durch unzureichendes Lüften zurückzuführen seien:

„Auf den Wasserpfeifen glüht Kohle, die Kohlenmonoxid und viele weitere giftige Gase freisetzt. Es ist zwingend erforderlich, dabei für Frischluft zu sorgen.“ Der Wasserpfeifenrauch enthält nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) überdies hohe Mengen an Kohlenmonoxid, Benzol, Nikotin, Teer sowie krebserregende Substanzen: Arsen, Chrom und Nickel.

Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und geschmacksneutral: Einige der frühen Symptome einer Vergiftung mit der Substanz – darunter Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen – lassen sich daher leicht mit der Tabak-Wirkung verwechseln. Weitere Symptome: Benommenheit, grippeähnliche Beschwerden sowie Müdigkeit. Im Verdachtsfall ist stark angeraten, sämtliche Fenster zu öffnen und für Frischluft zu sorgen, den Raum zu verlassen und die Feuerwehr zu verständigen. Bereits wenige Atemzüge genügen für eine Vergiftung.

Quelle: noizz.de