Klimawandel-Weltkarte: Orte, die es 2050 nicht mehr geben könnte – Der Klimawandel und seine möglichen verheerenden Folgen für uns Menschen auf diesem Planeten treiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit um. Ein wichtiges Thema ist hierbei das Ansteigen des Meeresspiegels, das katastrophale Folgen insbesondere für alle Küstenregionen mit sich bringen könnte.

In genau diese Kerbe haben nun Forscher der US-Nichtregierungs-Organisation „Climate Central“ geschlagen und dazu eine Studie veröffentlicht. Diese zeigt auf, dass durch das Ansteigen des Meeresspiegels beträchtliche Teile der Welt überflutet werden würden. Und wenn sich der weltweite CO₂-Ausstoß bis zum Jahre 2100 nicht merklich reduzieren würde, könnten bis zu 640 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren.

Auch Deutschland und die Niederlande betroffen

Auch Menschen in Deutschland und den Niederlanden wären stark davon betroffen. In einer interaktiven Karte hat das Team von „Climate Central“ nun visuell aufgezeigt, wie sich der Klimawandel anhand eines steigenden Meeresspiegels auswirken würde. Auf der Karte sind alle Orte und Landstriche auf der Welt zu sehen, die bis 2050 und 2100 überflutet und somit nicht mehr bewohnbar wären.

Dazu hat man ganze 51 Millionen Datensätze ausgewertet und anhand dessen diese Karten erstellt. Zu sehen ist unter anderem, dass es riesige Landstriche Asiens treffen würde, die dann unter Wasser liegen würden. In ihrer Studie gehen die Forscher davon aus, dass im ersten Szenario bis zum Jahre 2050, rund 300 Millionen Menschen immer wieder mit verheerenden Überschwemmungen zu kämpfen hätten und ihre Heimat unbewohnbar wäre.

Meeresspiegel könnte bis zu zwei Meter ansteigen

Bis zum Jahre 2100 würden dann sogar ganze Landstriche komplett vom Meer bedeckt sein, auf denen derzeit 200 Millionen Menschen leben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass im Worst-Case-Szenario bis zum Ende des Jahrhunderts der Meeresspiegel bis zu zwei Meter ansteigen könnte. Unter anderem ausgelöst durch das Abschmelzen des Festlandeises in der Antarktis sowie auf Grönland.

Steigt der Meeresspiegel in diesen Dimensionen, wären die Folgen auch für Europa schlimm. Demnach ständen Metropolen wie London oder Lissabon unter Wasser, Städte wie Bordeaux oder Dünkirchen wären unbewohnbar. Auch Städte wie Den Haag, Amsterdam oder Antwerpen wären von Wasser bedeckt. Und in Deutschland? Orte wie Bremen, Oldenburg aber auch Hamburg wären fast vollständig vom Meer verschluckt oder würden regelmäßig komplett überschwemmt.

„Das Ansteigen des Meeresspiegels ist eine unmittelbare Gefahr.“

Das bedeutet auch, dass dort ein Leben nicht mehr möglich wäre. Die Forscherinnen und Forscher von „Climate Center“ ziehen ihr Fazit mit den Worten: „Das Ansteigen des Meeresspiegels ist eine unmittelbare Gefahr. Die heutige Gesellschaft muss daher nicht nur für zukünftige Generationen Maßnahmen ergreifen, sondern auch für sich selbst.“

HIER geht es zur interaktiven Karte!

Quelle: travelbook.de