Klima: Deutschland drohen extreme Dürren – In den vergangenen Jahren hatten wir in Deutschland immer wieder mit extremen Dürreperioden mit extremen Auswirkungen für die Land- und Forstwirtschaft zu kämpfen. Aktuell hatte man ja das Gefühl, dass es reichlich geregnet hatte. Doch Fakt ist: In den letzten drei Sommern war es deutlich zu trocken, was massive Spuren in den tieferen Erdschichten verursacht hatte.

Eine neue Studie hat einen Blick auf das veränderte Klima geworfen und kommt zur Erkenntnis, dass die Prognose alles andere als gut ausschaut. Denn im Worst-Case-Scenario könnte es noch trockener werden. Das heißt, in Deutschland könnten die Dürrephasen noch extremer ausfallen, als jene, die uns beispielsweise 2018 traf.

AWI-Forscherin Monica Ionita-Scholz: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es im Zuge des Klimawandels in Deutschland zukünftig zu Extremdürren kommen kann, die in der modernen Land- und Forstwirtschaft enorme Schäden anrichten. […] Wir haben in unserer Studie erstmals versucht, die treibenden Faktoren für Dürren in Mitteleuropa im letzten Jahrtausend zu identifizieren.“

Die Forscher bedienten sich zur Analyse historischer Aufzeichnungen von Temperatur und Niederschlag, Wasserständen von Flüssen, Sonneneinstrahlungen sowie Luftdruckmustern und Strömungsverhältnissen im Nordatlantik: Auch wenn die Niederschläge im vergangenen Winter zahlreich waren, viele der Böden in Deutschland haben sich von der Trockenheit der vergangenen drei Jahre immer noch nicht erholt.

Nach den trockensten Jahren, 2003, 2015 und 2018, gab es laut der Studie aber bereits extreme Dürreperioden zwischen den Jahren 1400 und 1480 sowie zwischen 1770 und 1840. Megadürren hat es in Mitteleuropa also immer schon gegeben und die nächsten Dürreperioden könnten uns nun weiter in Atem halten. Dies aufgrund der vom Menschen forcierten Klimaerwärmung sowie auftretenden Trockenheit durch Verdunstung.

Monica Ionita-Scholz: „Wir müssen jedoch unbedingt auch weitere natürliche und menschgemachte Faktoren mit in unsere Kalkulationen einbeziehen, wenn wir uns auf die Zukunft vorbereiten wollen.“

Nach Analyse der Daten geht man also davon aus, dass es Megadürren geben kann, die Jahrzehnte andauern könnten.

Quelle: n-tv.de