Männer, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.

Zuerst die Schlechte: Kiffen erhöht das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken! Jetzt die Gute: Kiffen beugt dem Risiko vor, an Schizophrenie zu erkranken!

Nun denkt ihr euch sicherlich, dass Ersteres beim Autor dieses Textes ganz klar zutrifft, und dieser vor lauter Nebel in der Redaktion den Bildschirm kaum noch erkennen kann. Und doch ist an diesem Widerspruch tatsächlich etwas dran.

Zunächst einmal hat eine Studie ergeben, dass regelmäßiges Kiffen die Wahrscheinlichkeit verdoppelt, an einer Psychose zu erkranken. Hat man bereits in jungen Jahren angefangen Pot zu rauchen, ist das Risiko sogar noch höher! Natürlich ist der Joint an sich kein Garant für Wahnsinn. Andere Faktoren wie genetische Veranlagung und Lebenssituation spielen vermutlich die weit größere Rolle. Jedoch ist bewiesen, dass Cannabis-Genuss vorhandenen Krankheiten zumindest zusätzlichen Schub verleiht.

Schuld ist wohl der Hauptinhaltsstoff der Hanfpflanze, das THC. Jenes führt zu einer erhöhten Dopamin-Ausschüttung, wodurch der Weg zur Schizophrenie geebnet wird.

Auf der Seite des Lichts kämpfen dagegen die ebenfalls enthaltenen Cannabinoide. Klingt wie ein gutgelauntes Völkchen aus dem Regenwald, ist aber ein Wirkstoff, den unser Körper selbst produziert - und den Dopamin-Fluss bremst. Und eben dieses Zeug steht bei der Forschung um die heilsame Wirkung von Marihuana im Fokus. Isoliert soll das Cannabidiol eines Tages ebenso wirksam sein, wie derzeit gängige Psychose-Medikamente.

Die Lektion des heutigen Tages lautet also: Alles hat zwei Seiten. Wo ein Jedi, da auch ein Sith!

Foto: Natalia Davidovich / Shutterstock.com