Es ist mal wieder passiert: Ein Rettungssanitäter befand sich auf dem Weg zu einem Notfall, wobei er selbst das Opfer einer Straftat wurde: Ein unbekannter bestürmte den Rettungswagen und riss die Tür auf, bevor er dem Sani wiederholt ins Gesicht und gegen den Bauch schlug. Der Grund macht sprachlos: Der Angreifer wollte ausparken – und der Retter war der Aufforderung sogar nachgekommen…

Der Vorfall ereignete sich am Montagabend (11.12.2017) in Berlin. Der Rettungswagen war unterwegs, um einen Patienten zu behandeln, bei dem ein großer Verdacht bestand, dass er gerade einen Schlaganfall erlitt. Dies bestätigte die Sprecherin des Malteser Hilfsdienstes in Berlin, Charlotte Rybak. Gegen 21:00 Uhr erreichte der Krankenwagen seinen Bestimmungsort in der Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg. Der Notarzt war bereits auf dem Weg zu dem gefährdeten Patienten, doch der Rettungssanitäter wurde aufgehalten.

Jemand klopfte gegen das Fenster des Rettungswagens: Ein Mann verlangte von dem 47-jährigen Sanitäter, das Rettungsfahrzeug zu bewegen, weil er ausparken wolle. Der Sani kam der Bitte sogar nach und fuhr den Krankenwagen ein Stück zurück. Dennoch wurde die Fahrertür unerwartet aufgezogen und der Helfer attackiert, er erlitt mehrere Treffer im Gesicht und in den Bauch, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr mitteilte. Danach machte sich der Täter zu Fuß davon, während der Rettungssanitäter ins Krankenhaus (!) eingeliefert werden musste.

Der Sprecher der Berliner Feuerwehr dazu: „Der Mann steht natürlich unter Schock. Der Angriff erfolgte so unvermittelt. Wir wollen doch helfen. Das ist nicht ohne, zumal es ja auch nicht das erste Mal ist, dass ein Sanitäter angegriffen wurde.“ Glücklicherweise konnte der Einsatz dennoch zu Ende geführt werden, der Schlaganfall-Patient wurde erfolgreich ins Krankenhaus verbracht.

Quelle: welt.de