Die Karriere endlich in die eigene Hand nehmen – so oder so ähnlich wünschen sich viele ihren beruflichen Erfolg. Nicht immer ist dieses Unterfangen jedoch so einfach umzusetzen, denn schließlich bedarf es für den Karriereboom meist doch etwas mehr und die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Eine gute Vorbereitung, die richtige Arbeitseinstellung und Motivation und nicht zuletzt entsprechende Skills sind es, die letztendlich über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wir haben 10 Karrieretipps zusammengetragen, die beim Erklimmen der Karriereleiter besonders wichtig sind und zumindest einmal in Betracht gezogen werden sollten.

1. Sich selbst treu bleiben

Es lohnt sich, authentisch und spontan aufzutreten und sich nicht nur des Erfolgs wegen zu verstellen. Mit der Zeit verlieren viele Menschen diesen Impuls jedoch, meist bedingt durch einen eintönigen Alltag. Zudem ist es auch nicht immer leicht, sich selbst treu zu bleiben, etwa dann, wenn man den Chef beeindrucken möchte oder von den Kollegen gemocht werden will – wer jedoch immerzu eine Rolle spielt, weil er oder sie glaubt, auf diese Weise besser anzukommen, wird langfristig unglücklich. Zudem muss der „authentische Mann“ sein Selbstwertgefühl nicht mehr von anderen abhängig machen, kann stolz auf seine Stärken sein und gesteht sich andererseits aber auch Fehler und Schwächen ein – auch Kritik ist dann meist nicht mehr ganz so belastend, da sie nicht als persönlicher Angriff wahrgenommen wird. Wer sich selbst treu bleibt, der kann zudem zum Vorbild für andere werden, sich deutlich besser entspannen und wird zweifellos mehr Spaß und Erfüllung in seinem beruflichen Umfeld finden. Dies bringt es mit sich, dass der Alltag insgesamt stress- und krisensicherer ist, darüber hinaus sind authentische Menschen meistens auch beliebter – eine gute Basis also, um den Karriereerfolg ganz entspannt voranzutreiben.

2. Auf sich aufmerksam machen – aber positiv!

Um die Karriere voranzutreiben, sind vor allem interessierte Headhunter eine ideale Gelegenheit. Aber wie lassen sich diese eigentlich begeistern? In jedem Fall gilt es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, der möglichst positiv ausfallen sollte. Dafür heißt es zunächst Präsenz zeigen: dies kann und sollte beispielsweise über Google erfolgen, sodass beim Eingeben des jeweiligen Namens ein paar spannende Ergebnisse angezeigt werden – unwichtige Treffer können hingegen mit einem aktiven Twitteraccount überdeckt werden, der natürlich ein gutes Licht auf die betreffende Person werfen sollte. Denn nicht selten ist die Onlineidentität genau das, was ein Headhunter als erstes sieht, sei es nun auf Twitter, Facebook oder einer Karriereplattform.

3. Weiterbildungen

Weiterbildungen sind mittlerweile fast schon zwangsläufig notwendig, um beruflich auf dem neuesten Stand zu bleiben, für Aufsteiger sind sie dementsprechend noch wichtiger, um sich von der Masse abzuheben. Laut des Deutschen Gewerkschaftsbunds ist der klassische Weiterbildungsteilnehmer „jung, männlich und aufstiegswillig“ und daran tut er auch durchaus gut, berücksichtigt man den Fachkräftemangel und demographischen Wandel. Die Bandbreite an Angeboten ist groß, sodass hier nahezu jedes Feld bedient werden kann. Das vielzitierte lebenslange Lernen ist außerdem nicht nur vorteilhaft für den Arbeitnehmer selbst, es zeigt dem Chef auch, wer bereit ist, mehr für das Unternehmen zu leisten und sich stetig zu steigern. Weiterbildungen können mittlerweile in verschiedenster Form wahrgenommen werden, beispielsweise als In-House-Seminar oder Training near bzw. on the job und als Lehrgang bei Bildungsträgern. Zudem werden online etliche kostenlose Seminare angeboten, die sich an unterschiedliche Branchen und Konsumenten richten, darunter beispielsweise auch die Wissensplattform e-volution von Hager, Berker und Elcom, die fundiertes Elektrowissen vermittelt.

4. Networking

Gerade im Web 2.0 wird Networking großgeschrieben, viele Berufseinsteiger wie auch langjährige Arbeitnehmer verdrehen bei diesem Begriff jedoch spontan die Augen. Anstrengende Konferenzen und der Austausch von Visitenkarten machen tatsächlich nur bedingt Spaß, trotzdem sollte das Netzwerken keinesfalls vernachlässigt werden. Wichtig ist dabei, dass beide Seiten von ihrem Kontakt zueinander profitieren. Aber wie funktioniert der Aufbau eines verzweigten beruflichen Netzwerks eigentlich? Am wichtigsten sind in dieser Hinsicht die sogenannten Agenten, damit sind Personen gemeint, die generell sehr viele Personen um sich sammeln. Sie wirken sich als automatische Multiplikatoren aus und ermöglichen so die Kontaktaufnahme zu vielen unterschiedlichen Branchen und Berufssparten in relativ kurzer Zeit. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann das Networking sich jedoch auch als sehr pflegeintensiv darstellen, denn je mehr Kontakte vorhanden sind, desto schneller und unübersichtlicher zeigt sich auch der kontinuierliche Anstieg. Aus diesem Grund sind Pflege und Intensivierung beim Networking sehr wichtig, denn ein kleines aber dichtes Netzwerk hat meist mehr Vorteile als ein großes und weitmaschiges zu bieten.

5. Vitamin B

Bei dem einen verpönt, bei dem anderen unverzichtbarer Bestandteil des Erfolgs: das sogenannte Vitamin B ist im Grunde ebenfalls dem Networking zuzuschreiben, allerdings geht es hierbei vielmehr um bereits bestehende Beziehungen, die bestmöglich ausgenutzt werden können. Sei es der Vater, der einen wichtigen Kontakt im Wunschunternehmen hat oder der Bekannte, der dem Chef eine bestimmte Bewerbung besonders empfiehlt und diese ganz nach oben packt, Vitamin B öffnet zweifellos so manche Tür. Aber Vorsicht, wer es übertreibt, der kann sich schnell mit abfälligen Beschreibungen wie Vetternwirtschaft, Klüngel oder Seilschaft konfrontiert sehen und zieht den Neid anderer auf sich. Kurzum: Vitamin B darf und sollte genutzt werden, sofern es vorhanden ist – hausieren gehen sollten die Betreffenden mit dieser Erfolgsstrategie jedoch nicht. Letztendlich muss für Vitamin B in den meisten Fällen aber auch einiges an Arbeit investiert werden, denn ein gutes und langfristiges Networking gehört nun mal auch hier dazu.

6. Kombination aus Soft und Hard Skills

Fachkompetenz ist im Beruf von großer Wichtigkeit und beschreibt die Fähigkeit des Arbeitnehmers, die für seinen Beruf spezifischen Aufgaben problemlos ausführen zu können. Hinzu kommen das Fachwissen und die berufliche Erfahrung, die durch die Ausbildung oder die regelmäßige Praxisarbeit erworben werden. Diese sogenannten Hard Skills sind für einen Mitarbeiter essenziell und entscheiden letztendlich darüber, ob der Job gut oder schlecht ausgeführt wird. Wie gut ein Mitarbeiter hierbei abschneidet, kann ein Unternehmen oftmals erst nach einer gewissen Zeit erkennen. Dem gegenüber stehen die Soft Skills, die gerade in höheren Positionen immer wichtiger werden. Darunter sind beispielsweise Sensibilität und Offenheit zu verstehen, aber auch Teamfähigkeit, Überzeugungskraft und Führungsqualitäten werden bereits in ersten Bewerbungsgesprächen auf die Probe gestellt. Kurzum geht es also um die sozialen Fähigkeiten, die den Arbeitsalltag erleichtern und das Miteinander unter den Kollegen verbessern sollen.

7. Konkrete Vorstellungen

Jugendliche entscheiden sich nach ihrem Schulabschluss häufig für einen Job ohne zu wissen, was von ihnen erwartet wird und ob dieser zu ihnen passt. Wichtiger erscheint hingegen das Gehalt, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ermittelte. Die konkreten Aufgaben eines bestimmten Berufsbildes kennen demnach nur wenige, lediglich bei handwerklichen oder Pflegeberufen sind die Vorstellungen relativ genau. Mehr über die genauen Ergebnisse ist unter karriere.de nachzulesen. Für ein erfüllendes Arbeitsleben und eine darauf aufbauende Karriere ist eine klare und konkrete Zielsetzung jedoch sehr wichtig, daher sollte ein erster Schritt darin liegen, das spätere Ziel zu bestimmen: Wie genau sollte eine „Karriere“ eigentlich aussehen, ist damit eine bestimmte Summe Geld verbunden oder soll eine besondere Position erreicht werden? Eine individuelle Vorstellung ist also wichtig, damit darauf überhaupt hingearbeitet werden kann. Hilfreich kann es diesbezüglich sein, die eigenen Ziele aufzuschreiben und so direkt vor Augen zu haben und wenn nötig sogar nach einem notierten „Masterplan“ vorzugehen.

8. Scheitern gehört dazu – Flexibilität auch

Sogar das Scheitern wird mittlerweile als Form der Weiterentwicklung betrachtet. Denn wer einen Rückschlag erleidet, der muss diesen irgendwie meistern und wird letztendlich daran wachsen und Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Dies kann sich auch in einem zukünftigen Bewerbungsgespräch auszahlen, nämlich dann, wenn Personaler nach Mitarbeitern suchen, die Herausforderungen engagiert annehmen und bereit sind, stetig dazuzulernen. Generell sind Jobwechsel in der heutigen Zeit ohnehin nicht mehr so selten, das gilt insbesondere für den Medienbereich, in dem Verbindlichkeiten und Festanstellungen kaum noch vorhanden sind – stattdessen sind Eigenverantwortung und Flexibilität gefragt. Tatsächlich ermittelte eine Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation vor einigen Jahren sogar, dass immer mehr große Firmen dazu übergehen, ihre Mitarbeiter nach zwei Jahren auszutauschen und so keine Gehaltserhöhungen zahlen zu müssen. Damit einhergehen Zeitverträge und Outsourcing. Aber was genau bedeutet diese Entwicklung für den Angestellten und wie kann er dennoch auf eine erfolgreiche Karriere hoffen? Ganz wichtig: alte Vorstellungen vom Arbeitsalltag ablegen, diese sind langsam aber sicher überholt. Ob Arbeitnehmer nun wollen oder nicht, sie leben in einer schnelllebigen Zeit, in der der Einzelne viel mehr Eigenverantwortung zu tragen hat. Zwar gibt es noch immer Firmen, in denen der Aufstieg ganz automatisch im Laufe der Jahre dazugehört, dies ist jedoch immer seltener der Fall.

9. Organisation ist alles

Für eine erfolgreiche Karriere sollte man sowohl sich selbst als auch seine Arbeit möglichst effektiv und sinnvoll organisieren. Eine gut geplante Aufgabenorganisation, ein stimmiges Zeitmanagement und nicht zuletzt das Selbstmanagement machen die Arbeit insgesamt einfacher – im Vorfeld festgelegte Arbeitsziele sorgen außerdem für die nötige Richtung und Motivation, wenn ein solches erreicht worden ist. Wenn möglich, sollten die Arbeitsschritte dabei vereinfacht werden, unnötige Handgriffe gilt es zu vermeiden. Je nach Position im Unternehmen können außerdem auch Aufgaben ausgelagert werden, sodass mehr Zeit für das Wesentliche vorhanden ist. Es kann sich zudem auszahlen, zu diesem Zweck auch einmal auf die Unterstützung anderer zurückzugreifen, um Rat zu fragen oder von erfolgreichen Personen abzuschauen.

10. Sich selbst rar und wertvoll machen

Wer erkennt, was der Chef bzw. das Unternehmen am dringendsten braucht und dies dann auch noch umsetzen kann, der kann sich schnell zu einem wichtigen Dienstleister machen. So sorgt man dafür, in mindestens einem Bereich unentbehrlich zu werden. Ebenso zahlt es sich aus, immer etwas mehr als nötig zu geben – das heißt aber nicht automatisch, dass nur noch für die Arbeit gelebt werden soll. Schon kleine Aufmerksamkeiten können ausreichen und werden meist wohlwollend anerkannt, selbst wenn diese zunächst keine Erwähnung finden. Darunter kann beispielsweise die besonders gute Erfüllung einer Aufgabe fallen oder aber das freiwillige Leisten von Überstunden – oft macht es sich auch einfach gut, nicht sofort um Punkt Feierabend den Arbeitsplatz zu verlassen, sondern eine Aufgabe erst zu beenden oder andererseits stets ein paar Minuten früher auf der Arbeit zu erscheinen.