Hier sehen wir die „Seagrand“, ein russisches Containerschiff, das zum Zeitpunkt dieses Videos mit 1400 Tonnen Eisenrohren beladen war. Die sollte eigentlich den Hafen von Busan (Südkorea) ansteuern – krachte jedoch stattdessen in die viel befahrene Gwangandaegyo-Brücke. Auf dem Video wirkt der Unfall, als würde er in Zeitlupe ablaufen.

Man mag angesichts der Langsamkeit solcher Bilder nicht glauben, dass sich die Kollision nicht vermeiden ließ – doch so war es. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, Schiffscrew und Straßennutzer blieben unbeschadet. Die Seagrand wendete und steuerte den Hafen an – wo sie bereits von der koreanischen Küstenwache (KCG) erwartet wurde.

Die Mannschaft wurde von der KCG vernommen und rasch stellte sich heraus, dass der Kapitän des Frachters mit 0,8 Promille unterwegs war – erlaubt sind laut internationalem Seerecht wohl nur 0,3 Promille. Später ergab sich aus Funkprotokollen, dass die Seagrand zuvor bereits ein Kreuzfahrtschiff gerammt hatte und der Frachter von Lotsen in Busan angefunkt worden war, den Kurs zu ändern, bevor er mit der Brücke kollidierte.

Doof nur, dass der Kapitän so gut wie kein Englisch versteht und der stark angetrunkene Mann deswegen wahrscheinlich nicht auf die Warnungen reagierte. Er wurde in Gewahrsam genommen und seine Reederei kontaktiert.

Quelle: jalopnik.com