Raucher zu sein – in der heutigen Zeit genießt man damit nicht den besten Leumund. Kaum eine Örtlichkeit oder Sache, aus der der favorisierte Nikotingenuss im Zeitalter des Gesundheitsbewusstseins nicht verdrängt wurde. So soll es auch Filmen mit Raucher-Szenen ergehen. Geht es nach der Deutschen Krebshilfe, sollen diese im Fernsehprogramm in die Nachtstunden verbannt werden – aus Jugendschutzgründen.

Krebshilfe-Vorstandschef Gerd Nettekoven gegenüber der Zeitung „Heilbronner Stimme“ dazu: „In zahlreichen Krimis greift der Kommissar zur Zigarette. Besonders beunruhigend ist dabei, dass häufig schon im Nachmittags- und Vorabendprogramm geraucht wird, da diese Sendungen oft von Kindern und Jugendlichen gesehen werden.“ So würde etwa im Alltime-Klassiker „Lindenstraße“ nicht nur häufig zum Glimmstängel gegriffen, sondern das Rauchen auch positiv dargestellt, bemängelt Nettekoven.

Daher unterbreitete er eine Richtlinie für deutsche Fernsehsender, die dafür sorgen würde, dass Formate, in denen vor der Kamera geraucht wird, erst zu später Stunde die HD-Bildschirme der Republik zieren. Wenn solche Szenen nur nachts liefen, würden deutlich weniger Kinder und Jugendliche ihrem Einfluss ausgesetzt. Er bezeichnete einen solchen Ansatz gegenüber der Zeitung als „deutliches Signal der Fernsehsender, dass sie den Jugendschutz wirklich ernst nehmen“.

Quelle: tag24.de