Geld macht nicht glücklich! So sagt man zumindest. Das ändert zwar nichts daran, dass wir lieber weinend in einem Sportwagen sitzen würden als auf dem Fahrrad, und doch scheint es sich dabei tatsächlich nicht bloß um irgend so ein dahergelaufenes Sprichwort zu handeln. Denn wie eine Studie belegt, lässt uns nicht der schnöde Mammon produktiver werden, sondern Pizza!

Mitarbeiter, die man im Job mit Pizza und Komplimenten belohnt, sind fleißiger. Zu diesem Ergebnis kam Dan Ariely, seines Zeichens ein renommierter Psychologie- und Verhaltensökonomie-Professor der Duke University, nach einer Verhaltensstudie in einer israelischen Fabrik.
    
Dort werden pro Tag eine bestimmte Anzahl Computerchips hergestellt. Besagter Professor teilte die Belegschaft nun in vier Gruppen ein. Unter der Bedingung, dass man jeweils die Produktivität erhöhe, versprach er der ersten Gruppe am Anfang der Woche einen Pizza-Gutschein. Gruppe Zwei durfte sich auf ein persönliches Kompliment vom Chef freuen, Gruppe Drei wurde ein Bonus von 30 Dollar in Aussicht gestellt und Gruppe Vier bekam als Kontrollgruppe nix.

Und wie sich zeigte, produzierte jede der geköderten Gruppen in der Woche auch tatsächlich mehr Computerchips. Am meisten jedoch die Pizza-Gruppe mit einem Produktivitätsplus von 6,7 Prozent. Ganz dicht gefolgt von der Kompliment-vom-Chef-Gruppe mit 6,6 Prozent. Ganz klarer Verlierer war die Gruppe „Geldbonus“, die lediglich um 4,9 Prozent zulegte.

Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass man sich mit den 30 Dollar doch auch hätte Pizza kaufen können. Mehr als nur eine. Doch die Moral von der Geschichte ist wohl, dass eine nette Geste eben nicht mit Geld aufzuwiegen ist.

Wir nehmen trotzdem den Sportwagen!
    

Quelle: stylight.de