Es gibt ihn in jedem Büro, auf jeder Baustelle und auch sonst überall, wo Menschen zusammenkommen: den Witzbold. Einer, der jede sich bietende Situation für einen dummen Spruch nutzt, um die Kollegen im besten Fall zum Lachen zu bringen. Blöd nur, dass sich sehr viel mehr Leute für witzig halten, als es tatsächlich witzige Leute gibt. Ein Phänomen, das man zur Genüge aus dem Fernsehen kennt. Und doch sollte man es zumindest versuchen, denn einer Studie zufolge, hilft Humor bei der Karriere.

Natürlich sollte man anlässlich eines Bewerbungsgespräches bei der Deutschen Bahn auf die Frage, weshalb man für den Job geeignet sei, jetzt nicht unbedingt antworten: „Weil ich mich auch immer verspäte!" Und doch deuten Chefs und Kollegen einen gepflegten Witz hier und da als Zeichen von Selbstvertrauen. Eine Eigenschaft, die auf dem Weg nach oben unerlässlich ist.

Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler der renommierten Wharton School der Universität von Pennsylvania, nachdem diese untersucht haben, wie Menschen auf Humor am Arbeitsplatz reagieren. Der Studie zufolge wirken sich gelungen Witze positiv auf den Status des Spaßvogels aus, lassen ihn kompetenter erscheinen und im Ansehen der Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzten steigen. Logisch, dass daraus bessere Aufstiegschancen resultieren.

Humor will gelernt sein!

Nun sollte man jedoch nicht den Fehler machen, plötzlich auf Krampf auf der Arbeit lustig sein zu wollen. Humor hat man nicht einfach, sondern will geübt werden. Im besten Falle im privaten Umfeld. Denn schlechte oder gar unangemessene Sprüche lassen einen zwar immer noch selbstbewusst erscheinen, aber wiederum weniger kompetent. Den Experten zufolge wird gemeinhin als lustig empfunden, was mit der Norm des Publikums bricht. Allerdings sei es wichtig, dass dieser Bruch die Grenzen des Anstandes wahre. Im schlimmsten Fall werde es sonst nämlich peinlich. Beispiel gefällig?

Eine PR-Managerin des US-Internet- und Medienriesen IAC wollte wohl komisch sein, als sie via Twitter der Welt mitteilte: „Ich fliege nach Afrika. Hoffe, ich bekomme kein Aids. Nur ein Witz. Ich bin ja weiß!“ Kam aber nicht so gut an, die Nummer. Sie verlor ihren Job!

Quelle: welt.de