Bis wir endlich mit Hoverbike oder Jetpack bequem zum Büro fliegen können, wird sicherlich noch einiges an Zeit vergehen. Bis dahin führt auf dem Weg zur Arbeit und zurück wohl leider kein Weg an Staus und überfüllten Zügen und Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs vorbei. Das kostet Berufspendler nicht nur Tag für Tag Nerven und eine Menge Zeit, sondern auch ihre Gesundheit.

Dies belegt eine aktuelle Studie aus der Schweiz, nach der Langstrecken-Pendler im hohen Maß gefährdet sind. Denn im Gegensatz zu Angestellten mit einem kurzen Arbeitsweg fehlt den Pendlern mehr Zeit, sich Familie und Freunden zu widmen, was dazu führt, dass diese mit ihren Lebensumständen unzufriedener sind. Hinzukommen zu erwartende gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, Rückenschmerzen und Schlafstörungen. Manche Forscher führen sogar ein erhöhtes Scheidungsrisiko und Fettleibigkeit auf überfüllte Bahnen und Staukolonnen zurück.

Doch ab wann ist ein Arbeitsweg „lang“?

Der Kopf der Studie, Ökonom Bruno Frey, erklärt: „Ein Arbeitsweg von 15 Minuten ist noch kein Problem, aber die Reisedauer von einer Stunde pro Weg und mehr kann zur Belastung werden." Selbst der Traum von einem Eigenheim auf dem Lande und ein gut bezahlter Job können diesen Zeitverlust nicht kompensieren.

Lösungsvorschläge haben die Experten indes nicht. Zwar gewinnen alternative Arbeitsformen wie Home Office und virtuelle Zusammenarbeit immer mehr an Akzeptanz, dennoch werden längere Arbeitswege noch lange die Regel bleiben, da es heutzutage immer unwahrscheinlicher wird, Wohnort und Arbeitsweg in derselben Stadt zu haben.

Quelle: express.de