Karrieremenschen ordnen das eigene Wohl ebenso wie das der anderen der Arbeit unter. Am schnellsten kommt nun mal der ans Ziel, der nicht an Ampeln wartet und den Berg im schweißtreibenden Stechschritt erklimmt. Aber trägt die Straße des Erfolges wirklich den Namen „Stress“? Nicht unbedingt, denn laut einer Studie der Oregon State University (OSU) sind ganz andere Aspekte ausschlaggebend für die Karriere. Und diese bringen einen zwar auch ins Schwitzen, aber auf eine angenehme Art und Weise.

Ihr ahnt es sicherlich schon und ihr habt recht damit, dass hier von Sex die Rede ist. Nachdem die Forscher im Laufe von zwei Wochen 159 verheiratete Mitarbeiter jeden Tag zwei kurze Umfragen hatten durchführen lassen, zeigte sich nämlich, dass diejenigen, die sexuell aktiv waren, am nächsten Tag über positivere Stimmung berichteten. Gute Laune, die wiederum einen nachhaltigeren Arbeitseinsatz und erhöhte Arbeitszufriedenheit während des ganzen Arbeitstages mit sich bringt. Ein Effekt, der bei den befragten Männern ebenso stark ausgeprägt war wie bei den Frauen.

Oder um es mit den Worten von Keath Leavitt, einem Professor der OSU, auf den Punkt zu bringen:

Die Aufrechterhaltung einer gesunden Beziehung mit einem gesunden Sexualleben sorgt dafür, dass Menschen glücklich bleiben. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Unternehmen aus, in denen die Personen arbeiten.

Die schlüpfrige Karriereleiter

Leavitt erklärt, dass Sex soziale, emotionale und physiologische Vorteile habe und dadurch einen Karrierevorteil darstellt. Eine Wechselwirkung, die leider keine Einbahnstraße darstellt. Denn auf der anderen Seite kann arbeitsbedingter Stress, der mit nach Hause genommen wird, negative Folgen für das Sexualleben der Mitarbeiter haben und schon werden die Sprossen der Karriereleiter brüchig. Gerade in Zeiten von steter Erreichbarkeit und Home Office ist es Leavitt zufolge umso wichtiger, die Bedeutung des Feierabends wieder besser hervorzuheben.

Die heutige Technologie stellt eine Gefahr dar, ständig erreichbar zu sein. Aber es ist besser, auch mal abschalten zu können“, erklärt er weiter und sieht die Arbeitgeber in der Pflicht, ihre Mitarbeiter im Sinne der Work-Life-Balance dazu zu ermutigen, sich nach Feierabend nicht mehr mit der Arbeit, sondern mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen.

Recht hat er!

Quelle: merkur.de