Die einen suchen verzweifelt einen Job, die anderen gehen an ihrem zugrunde. Es ist wahrlich schwer, berufliche Erfüllung zu finden, weshalb viele Menschen gezwungen sind, einfach das zu nehmen, was gerade kommt. Nicht falsch verstehen: Arbeit wäre keine Arbeit, wenn sie durchweg leicht wäre! Und Geld will auch verdient sein! Dennoch kann keiner arbeiten, der an seinem Job erkrankt. Und das passiert leider immer häufiger.

Einer Studie im Auftrag der 'pronova BKK' zufolge leiden ganze neun von zehn Arbeitnehmern unter der steigenden Belastung im Job und fühlen sich entsprechend gestresst. Hauptgründe seien ständiger Termindruck (38 Prozent), ein schlechtes Arbeitsklima (37 Prozent) und emotionaler Stress (36 Prozent).

Laut der Untersuchung „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016“, für die 1660 Angestellte befragt wurden, empfindet jeder dritte Studienteilnehmer vor allem die vielen Überstunden als sehr belastend. Drei von zehn Befragten beklagen ferner eine ständige Erreichbarkeit oder Rufbereitschaften auch nach Feierabend.

Der Druck seitens der Vorgesetzten führt außerdem dazu, dass bloß vier von zehn Angestellten sich täglich Zeit für eine Mittags- oder Erholungspause nehmen. Und wenn, dann werden diese Pausen von gut einem Drittel für dienstliche Zwecke genutzt. Auch private Erledigungen wie Einkaufen, Kleidung zur Reinigung bringen oder Termine organisieren, tragen nicht zur Erholung bei. Ein weiteres Drittel verlässt seinen Arbeitsplatz im Laufe des Tages häufig nicht ein einziges Mal!

Die Folgen: Mehr als zwei Drittel der Befragten klagen über Verspannungen im Nacken, 63 Prozent leiden unter Rückenschmerzen. Jeder Zweite berichtet von Schmerzen in Schultern, Armen oder Händen. Weitere Beschwerden seien Kopfschmerzen, Unruhe und Nervosität, Schlafstörungen und letztlich Depressionen und Burnout.