Jetzt wird’s richtig teuer: Pensionskosten für Beamte steigen rasant – Einem Entwurf des neuen Sozialberichts der Bundesregierung zufolge, werden die Pensionskosten für Beamten bereits bis zum Jahr 2025 von derzeit 65,5 Milliarden Euro auf 81 Milliarden Euro ansteigen. Also um ein Viertel in gerade mal vier Jahren.

Im Wesentlichen ist eine anstehende Ruhestandswelle für den Anstieg verantwortlich

Mehr Pensionäre bedeuten auch mehr Ausgaben, weshalb Martin Beznoska vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt: „Der Kostenanstieg wird sich auch nach 2025 noch einige Jahre fortsetzen.“

Experten gehen davon aus, dass die Ausgaben für Pensionen auf bis zu 100 Milliarden Euro steigen könnten, bis sie zum Ende der 30er Jahre hin wieder sinken. Sprich: erst in über 15 Jahren.

Bund und Länder haben kaum Rücklagen

Ein großes Problem, da die Kosten somit größtenteils aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden müssen. Und Pensionen fallen mitunter recht großzügig aus. Beamte im Ruhestand erhalten durchschnittlich 3.100 Euro pro Monat. Die Durchschnittsrente liegt dagegen bei gerade mal 982 Euro.

Während Renten nur zum Teil oder gar nicht der Steuer unterliegen, müssen Pensionen voll versteuert werden. Dennoch glaubt Beznoska, dass die steigenden Lasten von mehreren Bundesländern nicht gestemmt werden können.

„Angesichts steigender Staatsschulden in der Corona-Krise könnte das für einige Länder noch zum Finanzierungsproblem werden.“

Der IW-Experte fordert von daher einen Verbeamtungsstopp: „Die Zahl der Beamten sollte nicht noch weiter steigen.“

Quelle: bild.de