IShowSpeed: Streamer zündet Pikachu-Feuerwerk im Schlafzimmer – Influencer, Streamer, YouTuber sein – Wunschträume etlicher Menschen. Entsprechend umkämpft ist der Markt, selbst Platzhirsche müssen immer wieder mit neuen, zunehmend kreativeren oder abgefahreneren Ideen von sich reden machen, im Gespräch bleiben und von der Konkurrenz abheben. Sollte Absicht hinter dem nun folgenden Video stecken, hat ein junger Streamer diesbezüglich den Vogel abgeschossen.

Oder besser: das Pokémon. Denn um ein solches in Form eines Feuerwerks dreht sich, was die Zuschauer des jungen Mannes, der sich online „IShowSpeed“ nennt, zu sehen bekamen. Präziser: Fanliebling Pikachu. Die quittegelbe Stromratte gibt es im Feuerwerk-Format – und der beliebte YouTube-Streamer entschloss sich wohl anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages am 4. Juli, sein Pikachu-Feuerwerk zu zünden.

Das Problem an der Sache:

Er tat es in der Wohnung, welche er zusammen mit seiner Mutter bewohnt – nur handelt es sich überhaupt nicht um ein Tischfeuerwerk, sondern eher um etwas ein Römisches Feuer. Zu allem Überfluss stellte IShowSpeed die Pyrotechnik auf die Ecke seines Bettes. Nicht die beste Idee, wenn es sich um eine Konstruktion handelt, die beachtliche Funkenfontänen von Funken speien kann. Kaum ist das Feuerwerk entzündet, da beginnt der YouTube-Streamer, nach seiner Mutter zu rufen.

Doch die ersten Funken stellten nur den Anfang der Zurschaustellung dar – Pikachu hatte sein Pulver längst nicht verschossen und gab im wahrsten Sinne des Wortes Zunder: Eine Kaskade von Gluten schoss nicht nur immer weiter in die Höhe, sondern zu allem Überfluss mischte sich nun noch andere pyrotechnische Chemie in den Regen, der auf Matratze und Teppich niederging:

Knattern und Knistern setzten ein.

Als wäre all das nicht schon chaotisch genug, sollte sich zeigen, dass Feuerwerk-Pikachu keineswegs kopflastig agiert: Denn nun jagten weitere vier Fontänen aus den Ohren und Flanken der Plastik-Stromratte. Zu allem Überfluss verpassten die ihr noch Vortrieb, so dass die lodernde heiße Pyrotechnik auf den Teppich wegdüste. Die blanken rund zwei Minuten Chaos findet ihr im Anschluss.

Eine Frage darf wohl geäußert werden: Ob dem höchst erfolgreichen YouTuber mit seinen mehr als 9 Millionen Abonnenten (Stand dieses Artikels) hier ein alles andere als vernünftiger Einfall kam, den er seinem vermutlich recht jungen Zielpublikum da präsentierte. Oder war das Ganze doch wie in der Einleitung vermutet eine zugkräftige PR-Aktion, um durch mediale Reaktionen wie diese im Gespräch zu bleiben?