Im eigenen Garten: Paar findet Schatz im Wert von 10 Millionen Dollar – Manche Hundebesitzer freuen sich über ein entsprechend großes Grundstück, das bei Unlust zum Gassi gehen für den Auslauf vierbeiniger Freunde herhalten darf. Noch mehr freut man sich, wenn man dabei durch Zufall im eigenen Garten einen gewaltigen Goldschatz findet. Blanke Ironie wird es, wenn man dann noch einen Landstrich bewohnt, der „Gold Country“ heißt.

Doch genau das war bei einem Paar aus Nordkalifornien im Jahr 2014 der Fall, als es den Hund auf dem Gebiet hinter seinem Anwesen spazieren führte. Dort entdeckten die Eheleute (die aus naheliegenden Gründen auf Anonymität bestehen) unter einem Baum einen rostigen Behälter. Im Glauben, es mit einem antiken Metallgegenstand zu tun zu haben, nahmen sie ihn kurz in Augenschein und mit nach Hause. Dort öffneten sie das Behältnis.

Ihnen purzelte ein Hort aus Goldmünzen entgegen.

Präziser: Ein Teil eines der größten Goldschätze, die je in den USA entdeckt wurden, wie sich später zeigen sollte. Denn es handelte sich um Golddollars der Prägung zu 20 US-Dollar im perfekten Erhaltungszustand. Dem Paar kam die Idee, dass der Kanister nicht der einzige seiner Art gewesen sein mochte – und es behielt recht: Die Eheleute gruben überall auf ihrem Gelände und forderten weitere sieben solcher Behälter zutage. Gesamtinhalt:

1427 Massivgoldmünzen: 1.373 20-Dollar-, 50 10-Dollar- sowie vier 5-Dollar-Münzen. Gesamtwert nach heutigem Kurs: umgerechnet rund 9.487.716 Euro Sie alle stammen aus dem Jahre 1847. Der erfahrene Münzsammler Don Kagin, der das Paar in der Sache seinerzeit vertrat: „Ich sage nicht gerne 'einmalig', aber die Gelegenheit, mit einem solchen Material, einem solchen Schatz, umzugehen, bekommt man nicht alle Tage. Ihr Fund ist wie der sprichwörtliche Topf Gold am Ende des Regenbogens.“

Der Ehemann zu der Sache:

„Es war ein äußerst surrealer Moment.“ Er beschrieb seinen schieren Unglauben angesichts des Fundes, „dachte jede Sekunde, dass ein alter Bergarbeiter mit einem Maultier von irgendwo erscheinen muss.“ Kagins Kommentar zu seinem Klienten: „Man hört all diese Geschichten aus dem Wilden Westen über vergrabene Schätze, hält sie für Fantasien – nun, diese wurde wahr.“

Das US-Ehepaar stellte die Mehrheit der Goldmünzen auf Amazons Unterportal für Sammlerstücke namens „Collectibles“ ein. Einen Teil der Erlöse stiftete es für wohltätige Zwecke: Obdachlose aus der Gegend des Ehepaares wurden damit unterstützt. Ebenso wie der Fiskus, der 47 Prozent der Nettosumme in Steuern einsackte. Woher die Münzen letztlich stammten? Es wird vermutet, dass sie aus einem Diebstahl in einer Münzprägeanstalt kamen.

Das Paar braucht sich um das Beutegut einem CBS-Bericht von 2014 zufolge (siehe unten) aber nicht zu sorgen.

Quelle: unilad.co.uk