Die 22-jährige Gabriella „Gabby“ Howell weiß nur zu gut, dass Frauen, die professionell Fußball spielen, im Netz nach wie vor unverhohlener Häme, Sexismus und Anfeindungen ausgesetzt sind. Gabby, die bereits spielt, seit sie acht Jahre alt ist, und mittlerweile bei Sutton United FC in London innen verteidigt, möchte sich das aber nicht gefallen lassen, und sprach sich in einem Interview gegen Online-Mobbing aus.

Gegenüber dem „Mirror“ erklärt sie, stolz auf ihre sportlichen Erfolge zu sein, und lobt ihren Verein dafür, „junge Mädchen wirklich [zu] ermutigen“ und „keinen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Spielern“ zu machen.

Doch in den sozialen Medien wie Instagram und TikTok sei dies anders, wo Sexismus und Hass an der Tagesordnung sind.

So sind dort immer wieder Sprüche zu lesen wie: „Gabby, wie kommt es, dass du nicht mehr in der Küche stehst?“ Oder auch: „Das ist das Problem mit dem Frauenfußball, ich glaube, die Spielerinnen werden eher nach ihrem Aussehen als nach ihrem Talent ausgewählt.“

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Gabby erzählt weiter: „Männer sagen, dass sie unter meinen Fotos, auf denen ich Fußball spiele, geil sind – und wenn ich meinen Verein in dem Posting erwähne, ist das peinlich.“

Dass viele Männer sie nicht ernst nehmen, und ihre Leistungen herabsetzen, nur weil sie eine Frau ist, liegt ihrer Meinung nach auch daran, dass sie Fußball spielt, sich aber auch gerne schick macht, sich schminkt und am Wochenende ausgeht.

Doch Gabby weiß: „Man kann beides sein – man kann Fußball spielen und gerne High Heels tragen.“

Obwohl sie sich immer wieder sexistische Anfeindungen gefallen lassen muss, ist Gabby entschlossen, ihre Plattform und Reichweite zu nutzen, um junge Mädchen für den Fußball zu begeistern. Immerhin hat sie über 168.000 Follower auf Instagram und rund 98.000 weitere auf der Video-Plattform TikTok.

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Sie hofft, dass junge Frauen, die Fußball spielen, dabei bleiben und sich nicht vom Sexismus entmutigen lassen.

Gabby löscht viele der hasserfüllten Kommentare auf ihren Profilen ganz bewusst nicht und erklärt: „Junge Mädchen denken, dass sie ein Influencer sein wollen, aber sie sehen nicht die Schattenseiten. Ich möchte die Leute darauf aufmerksam machen.“

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Zwar hatte es einer der Trolle einmal geschafft, sie zu brechen, doch das habe sie seither nicht wieder zugelassen: „Nicht jeder wird dich mögen. Das sage ich mir immer wieder, wenn ich diese Kommentare sehe.“

„Man muss einfach ein dickes Fell entwickeln.“

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Quellen: mirror.co.uk , tag24.de , instagram.com