Der Sommer steht vor der Tür und damit naht auch die Urlaubszeit. Wohl dem, der schon jetzt bucht, denn mit jedem Tag, der vergeht, dünnt das Angebot aus. Doch die Entscheidung über das „Wohin?“ fällt vielen schwer. Der Ort an sich ist dabei meist schnell gefunden, aber für welches von all den Hotels soll man sich entscheiden? Sparsam, wie wir nun mal sind, suchen wir natürlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Studie des Vergleichsportals Check24 hat nun ermittelt, wo uns das geboten wird.

Bei der qualitativen Beurteilung eines Hotels verlassen wir uns auf die Anzahl der Sterne. Durchschnittliche Urlauber schwanken dabei meist zwischen drei oder vier Sternen und entscheiden dann zugunsten des Preises für die untere Hotelkategorie. Ein Fehler, wie sich zeigt. Denn der Studie zufolge ist der preisliche Unterschied zwischen den beiden Klassen im Verhältnis zur gebotenen Leistung marginal.

Zwischen März und August schlägt eine Übernachtung in einem deutschen Viersternehaus im Schnitt mit 128 Euro zubuche, in einem Dreisternehaus mit 100. Und auch im europäischen Ausland sieht es ähnlich aus. So beträgt der Preisunterschied in Spanien lediglich 34 Euro, in Italien 35. Für diesen überschaubaren Aufschlag herhaltet ihr dann aber auch deutlich mehr Ausstattung und besseren Service.

Bademantel gefällig?
Ein Haus mit vier Sternen muss dem Hotelstars-Union-Standard zufolge etwa einen Empfang bieten, der 16 Stunden am Tag besetzt ist, eine Hotelbar, ein Frühstücksbuffet, Roomservice und auf Wunsch Bademantel und Hausschuhe. Bei einem Stern weniger braucht die Rezeption nur 14 Stunden besetzt zu sein und die anderen Annehmlichkeiten fallen komplett weg.

Leider kommt euch der Sprung in die nächste Kategorie dann wieder äußerst teuer zu stehen. Wer Bock auf fünf Sterne hat, muss nämlich mit einem Aufschlag von satten 135 Prozent rechnen. Hierzulande bedeutet das gut 100 Euro mehr, in Frankreich sogar mit 240 Euro.

Doch Obacht, denn Stern ist nicht gleich Stern. Oder hättet ihr gewusst, dass Spanien, Italien und Portugal nicht Teil des Dachverbands Hotelstars Union sind, ein 15 Staaten umfassender Verbund, der die Kriterien für Ausstattung und Service vereinheitlicht hat? Dementsprechend gelten dort andere Richtwerte, die sich zum Beispiel in kleineren Zimmern ohne Heizung äußern.

Dennoch bleibt Südeuropa wegen der günstigen Preise attraktiv für Sommerurlauber. Gleiches gilt für Osteuropa. Eine Nacht in Portugal oder Tschechien zum Beispiel kostet im Durchschnitt weniger als 100 Euro, während es in nord- und westeuropäischen Ländern mindestens 150 Euro sind. Am teuersten übernachtet ihr übrigens in den Vereinigten Staaten. Reisende zahlen dort im Schnitt 215 Euro für ein Zimmer.