Jeden Tag zirkulieren Tausende Videos im Internet, bei denen irgendwelche Idioten latent dämlichen oder lebensbedrohlichen Mist veranstalten, nur um berühmt zu werden. Da sollte man annehmen, dass all die Leute, die einen Internetanschluss besitzen, und solche Videos gesehen haben, daraus gelernt haben. Wenn einem zum Beispiel auf offener Straße ein Mann „Carolina Reaper“-Chilis anbietet, gibt es nur eine richtige Antwort. Spoiler-Alarm: Sie heißt nicht „Ja, gerne!“ …

Sein Name ist Ruben und er ist auf den Straßen von Las Vegas unterwegs. Er ist ein Mann mit einer Mission. Er bietet Leuten etwas Kohle an, wenn sie dafür eine getrocknete Chili der Züchtung „Carolina Reaper“ essen – die erwiesenermaßen schärfste Schote der Welt mit einem Schärfegrad mit Spitzenwerten von über 2,2 Millionen Scoville. Zum Vergleich: Eine Jalapeno, wie man sie hierzulande auf scharfen Burgern findet, bringt es gerade mal auf bis zu 10000 Scoville.

Man kann sich vorstellen, wie es weitergeht: Er findet genug Dumme, die für ein paar Kröten bereit sind, auf dem Schärfemonster herumzukauen – selbst auf offener Straße, wo weder Milch noch Brot zum Kontern in Sicht sind. Dass bei einer solchen Aktion mehr als ein paar Leute auf der Strecke bleiben und den Asphalt mit ihrem Mageninhalt verzieren, kann man sich denken. Selber schuld hat Schaden.