Hochzeit mit Hindernissen: Bräutigam greift Klimaschützer an – In England sind von Klimaschützern blockierte Straßen fast schon Alltag. Doch auch hierzulande kommt es immer wieder zu Protestaktionen, die zum Ziel haben, den Verkehr lahmzulegen. Ein Bräutigam auf dem Weg zu seiner Hochzeit wollte sich dies jedoch nicht bieten lassen und wurde handgreiflich.

Laut der Polizei war es gegen 13.30 Uhr zu einer illegalen Versammlung in der Mannheimer Innenstadt gekommen.

Dem Bericht zufolge hatten 25 Personen die Einfahrt in die Fressgasse durch mitgebrachte Hilfsmittel, wie Blumentöpfe und Ähnliches, blockiert. Einige der Demonstranten hatten sich mit Bügelschlössern an das Modell eines Autos angeschlossen, welches man aus Paletten und Pappe gefertigt hatte.

Einer der Aktivisten hatte sich sogar mit Klebstoff an den Straßenbelag geklebt, ein weiterer erklomm einen Laternenmast, wo er bis zum Ende der Blockade stundenlang ausharrte.

Bei der Aktion handelte es sich ganz klar um eine Straftat, weshalb man die Teilnehmer aufforderte, die sonst stark befahrene Straße zu räumen.

„Nachdem sie den Aufforderungen nicht nachkamen, wurden 18 Personen von der Straße begleitet und deren Personalien aufgenommen. Die Personen mussten teilweise von der Straße getragen werden. Durch eine Teilnehmerin kam es zu Widerstandshandlungen gegen die Maßnahmen“, heißt es im Polizeibericht.

Aus Sicht des eingangs erwähnten Bräutigams kam die Polizei ihrer Arbeit jedoch wohl nicht schnell genug nach, griff dieser doch „bei den polizeilichen Maßnahmen selbst vermeintlich unterstützend ein“.

Das Ende vom Lied: Der werdende Ehemann kassierte am Hochzeitstag eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Weiter heißt es in dem Bericht: „Die Polizei war mit starken Kräften aus Mannheim und Heidelberg vor Ort. Feuerwehr und Rettungsdienst waren, insbesondere zur ‚Lösung‘ der festgeklebten Person, unterstützend tätig.“

Um 16 Uhr floss der Verkehr schließlich wieder.

Quelle: spiegel.de