Diese Woche wird heiß, sehr heiß. Bereits heute beginnt die Hitzewelle, die über Deutschland hinweg rollt – die kommenden Tage sollen sogar noch heißer werden. Mittwoch oder Donnerstag könnte deswegen sogar ein über 70 Jahre alter Wärmerekord überboten werden. Der Malteser Hilfsdienst weist deswegen auch auf die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze hin.

Verantwortlich für die Hitzewelle ist das Hoch „Ulla“ – das lässt das Thermometer je nach Region heute bereits auf bis zu 33 Grad steigen, etwa am Niederrhein. „Die Sonne kann fast ungestört scheinen, es kommt viel warme Luft aus Afrika zu uns“, betonte die Meteorologin Sabine Krüger des Deutschen Wetterdienstes heute Morgen. Am Meer ist das Wetter deutlich besser auszuhalten, dort werden es heute zwischen 22 und 25 Grad.

Die kommenden Tage werden laut Prognosen wohl deutlich heißer, der Dienstag wartet mit Spitzenwerten von bis zu 36 Grad auf, insbesondere am Oberrhein oder entlang des Neckars. Am Mittwoch steigt das Thermometer noch weiter – etwa in der Rhein-Main-Region: „Es kann bis zu 39 Grad warm werden, mancherorts könnte sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden“, erläutert Sabine Krüger. 

Wärmster Juni seit Jahrzehnten?

Damit hat der Mittwoch gute Chancen, der bislang wärmste Tag des Jahres zu werden und die 1947 in Frankfurt ermittelte Juni-Rekordtemperatur von 38,2 Grad zu überbieten. Was Unwetter betrifft, ist Krüger optimistisch: Das Unwetterrisiko sei deutschlandweit vergleichsweise gering, die Luftmassen zu trocken. Der Malteser Hilfsdienst warnt dafür vor gesundheitlichen Risiken, die mit den Temperaturen einhergehen.

„Die Temperaturregelung des Körpers kann überfordert werden: Sonnenstich, Hitzschlag, Erschöpfung, Kreislaufversagen“, warnte eine Sprecherin. Insbesondere Neugeborene und Babys, chronisch Kranke und alte Menschen sind davon betroffen – ab 37 Grad ist ein kritischer Punkt erreicht, insbesondere bei schwülem Wetter. Malteser-Bundesarzt Rainer Löb erklärt:

„Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen aufgrund der vergleichsweise geringen Körperoberfläche nur eingeschränkt möglich.“ Bei älteren Menschen sei hingegen die Wärmeregulierung eingeschränkter als im jüngeren Alter, weil „das Durstgefühl […] oft gestört“ sei. Aufgrund der Hitzewelle will der Malteser Hilfsdienst seine Einsatzbereitschaft in den kommenden Tagen verstärken.

Quelle: web.de