Historische Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg: Die „Bismarck“ versenkt das Flaggschiff der britischen Flotte – Benannt nach dem ehemaligen preußischen Ministerpräsidenten war die 1939 vom Stapel gelaufene „Bismarck“ als das gefährlichste und schnellste Schlachtschiff ihrer Zeit berühmt und berüchtigt. Ein wahrer Schrecken der See, ein tödlicher Gigant, der letzten Endes dennoch bloß an einer einzigen offensiven Mission beteiligt war.

Ihr erster und letzter Einsatz war die Mission „Rheinübung“ im Jahr 1941, im Zuge derer die „Bismarck“ unter dem Kommando des Flottenchefs Admiral Günther Lütjens gemeinsam mit der kleineren „Prinz Eugen“ und einigen weiteren unterstützenden Schiffen ausgesandt wurde, feindliche Versorgungsschiffe im Nordatlantik abzufangen.

Am 23. Mai sollte das Geschwader jedoch in der Dänemarkstraße auf einen Teil der englischen Flotte stoßen, nachdem es Tage zuvor vom schwedischen Flugzeugkreuzer „Gotland“ beim Passieren des Kattegats gesichtet worden war. Die Briten fuhren dabei unter anderem mit der „HMS Hood“ und der „Prince of Wales“ schwere Geschütze auf, galt insbesondere die „Hood“ zu dieser Zeit doch als das beste Schiff der englischen Marine.

Nachdem die Verbände in Sichtweite waren, eröffnete die „Hood“ auf 24 Kilometer Entfernung das Feuer und beschoss dabei zunächst die „Prinz Eugen“, die man aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse und eines vorherigen Positionswechsels fälschlicherweise für die „Bismarck“ hielt. Auf der „Prinz of Wales“ machte man diesen Fehler nicht und stimmte mit der korrekten Zielvorgabe in das Feuergefecht mit ein.

Eingeleitet von dem historischen Ausspruch „Ich lasse mir doch mein Schiff nicht unter dem Arsch wegschießen. Feuererlaubnis.“, erteilte der Kommandant der „Bismarck“, Ernst Lindemann, selbiges und überging damit seinen Vorgesetzten Lütjens.

Nachdem die „Prinz Eugen“ bereits ein paar Treffer hatte landen können, wobei auf dem Deck der „Hood“ gelagerte Flak-Munition explodierte, deckte die überlegene „Bismarck“ die feindlichen Schiffe mit mehreren Salven ein.

Eine 38-cm-Granate der fünften Salve durchschlug schließlich das Deck der „Hood“ und detonierte in hinteren Munitionsmagazin. Das britische Flaggschiff brach unter der Wucht der gewaltigen Explosion in zwei Teile und sank binnen dreier Minuten. 1.415 Besatzungsmitglieder starben, nur drei überlebten.

Während die „Bismarck“ dank ihrer dicken Panzerung den Treffern der „Prince of Wales“ weitestgehend standhielt, wurden noch drei weitere englische Schiffe bei dem Gefecht teils schwer beschädigt, sodass den Briten nur noch der Rückzug blieb.

Das folgende, aufwendig in hoher Qualität und Farbe überarbeitete Video, dokumentiert den dramatischen Kampf in der Dänemarkstraße, infolgedessen die beschädigte „Bismarck“ von den Briten gnadenlos gejagt werden sollte, bis es am 26. Mai 1941 zum finalen Showdown kommen sollte.

Aber das ist eine andere Geschichte …

Quelle: weltkrieg2.de