Heldentat in hohem Alter: Rentner stoppt Messerangreifer – Das Helden auch aus altem Eisen gebaut sein können, bewies kürzlich ein Rentner aus Berlin. Ganz Ruhestand-Klischee war Klaus F. gerade auf dem Weg zu Kaffee und Kuchen, als er Zeuge einer perfiden Tat wird – und sofort zur Hilfe eilt.

Die 58-jährige Regina G. war in ihrem Vorgarten in Berlin Wilmersdorf beschäftigt, als sie plötzlich von einem Mann mit einem Messer attackiert wird. Der Angreifer, der später als Abdul Malik A. identifiziert wird, packt die Frau und sticht mehrmals auf sie ein.

Gegenüber der „Bild“ erklärt Klaus F.:

„Ich habe sie gesehen. Der Täter hat sich von hinten angeschlichen und die Arme um sie gelegt.“

Ohne zu Zögern stürmt der 66-Jährige auf den Bewaffneten zu, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und wird selber attackiert: „Den ersten Schlag habe ich an der Stirn gespürt.“

Obwohl der ehemalige Krankenpfleger sich mit einer Tasche zu schützen versucht, wird er am Hals getroffen. Mit dem Gedanken „Heute sterbe ich nicht“ gelingt es ihm aber glücklicherweise, sich blutüberströmt in einen nahen Friseursalon zu retten.

Dort rief man sofort einen Krankenwagen, der den Rentner ins Virchow Klinikum brachte, wo er nach wenigen Tagen wieder entlassen werden konnte. Regina G. dagegen musste auf die Intensivstation. Ihre linke Gehirnhälfte funktioniert nicht mehr.

 „Ich kann nur hoffen, dass die Frau überlebt“, sagt ihr Helfer der „Bild“, der ungeachtet seiner eigenen Verletzungen nichts bereut.

„Ich würde wieder helfen, wenn ich in der Situation wäre.“ 

Der Angreifer konnte von der Polizei noch am Tatort gestellt werden. Er sitzt wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung hinsichtlich der Attacke gegen Regina G., und wegen gefährlicher Körperverletzung in Bezug auf den Angriff auf Klaus F. in Untersuchungshaft.

Quelle: bild.de