Die meisten von uns haben es insgeheim wahrscheinlich schon geahnt und eine neue Studie belegt es nun: Hunde- und Katzenmenschen unterscheiden sich in Hinblick auf ihre Charaktereigenschaften voneinander. Doch wie sieht es mit anderen Haustieren aus? Was sagt die Haltung von Nagetieren, Reptilien oder Fischen über einen Menschen aus und welche Charakterzüge sprechen für einen Pferdebesitzer? Der folgende Artikel stellt dazu einige Mutmaßungen an. Natürlich müssen diese Annahmen im Einzelfall nicht zutreffend sein, weshalb sie gerne mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet werden dürfen. Der eine oder andere Tierbesitzer wird einige seiner Wesenszüge oder auch Charaktereigenschaften von befreundeten Haustierbesitzern aber gewiss in den folgenden Beschreibungen wiederfinden.

Hundemenschen und Katzenmenschen ticken anders

Wie einem Beitrag der Huffington Post zu entnehmen ist, beweist eine neue Studie, dass sich die Charaktereigenschaften von Hunde- und Katzenmenschen tatsächlich voneinander unterscheiden. Wissenschaftler der Berkeley Universität sowie der California State Universität kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen, welche eine Katze als Haustier halten, oft abenteuerlicher, kreativer und ängstlicher sind, wohingegen Hundehalter zur Extrovertiertheit und Sicherheit tendieren und das Risiko scheuen. Darüber hinaus untersuchten die Forscher auch die Beziehung, die Halter zu ihren jeweiligen Haustieren pflegen. Über 1000 Tierbesitzer aus den USA nahmen an der Studie teil und mussten unter anderem Angaben über ihre Persönlichkeitsmerkmale machen. Gefragt wurde nach folgenden Persönlichkeitsmerkmalen:

  • Gewissenhaftigkeit
  • Stabilität
  • Offenheit
  • Extroversion
  • Verträglichkeit

Die Forscher schlossen daraus, dass ein höherer Stabilitätslevel auch mit höherer Verbundenheit und Zuneigung einhergeht, was wiederum dem Haustier zugutekommt. Denn ein hohes Maß an Stabilität sagt aus, dass sich Hautierbesitzer sehr für ihr Tier interessieren und somit jederzeit mitbekommen, wenn es diesem nicht gut geht, beziehungsweise seine Bedürfnisse schnell erkennen. Doch, ob eine größere Verbundenheit mit dem Haustier wirklich mit einer besseren Haltung sowie einem besseren Verständnis des Tieres einhergeht, wollen die Forscher mithilfe weiterer Untersuchungen klären.

Was das Haustier über den Charakter verrät

Der Statistik nach, ist der Hund das beliebteste Haustier (Quelle: © VuMA 2015/ In: Statista)

Unsere Kaufentscheidungen werden stets von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Natürlich hat dieses also auch einen großen Einfluss, wenn es um die Frage geht, ob und wenn ja, welches Haustier angeschafft werden soll. Zudem lassen sich, je nach Wahl des Tiers, auch Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Halters ziehen. Doch welches Haustier deutet nun auf welche Charaktereigenschaften hin?

Hunde – auf die Rasse kommt es an

Die Beziehung zwischen einem Hund und seinem Halter ist oft von einer sehr großen Zuneigung und Vertrautheit geprägt. Nicht umsonst fällt es Außenstehenden ab und an auf, dass Hundehalter und Hund sich manchmal sogar etwas ähnlich sehen. Dies könnte daran liegen, dass Hundehalter bei der Wahl ihres vierbeinigen Freunds unterbewusst nach einer Rasse suchen, welche dem eigenen Charakter und Temperament ähnelt. Wer sich für einen großen und starken Hund entscheidet, verfügt meist selbst über ein großes Selbstvertrauen, strahlt Autorität aus und ist seelisch ausgeglichen. Der Hund fungiert in diesem Fall als Freund, welcher bei jeder Aktivität dabei ist und als Beschützer. Zudem legen solche Halter meist großen Wert darauf, dass sich der Hund den Regeln des „Rudels“ fügt. Hundehalter, die sich für eine Promenadenmischung entscheiden, sind meist kreative und aufgeschlossene Persönlichkeiten. Sie haben Freude daran, die Eigenheiten ihres Hundes zu entdecken und stellen sich auch gut auf diese ein. Sogenannte Modehunde, also zum Beispiel der Chihuahua, der Pinscher oder auch der Mops, werden oft aus repräsentativen Zwecken angeschafft. Frauchen und Herrchen behandeln sie manchmal wie ein Modeaccessoire und wollen ihre eigene Persönlichkeit mit den Tieren unterstreichen. Nicht selten sind diese Hunde ähnlich exzentrisch, wie ihre Halter und lassen sich nur schwer erziehen. Oft liegt dies jedoch auch daran, dass Frauchen oder Herrchen der Meinung sind, einen so kleinen Hund müsse man nicht genauso strikt erziehen, wie einen großen, was natürlich ein Irrglaube ist.

Katzen – sensible Freigeister?

Katzenhalter wissen, dass sich Katzen nicht so einfach erziehen lassen, wie Hunde. Katzen sind eher eigenständige Mitbewohner, die kommen und gehen, wann es ihnen passt und ihren eigenen Kopf haben. Katzenhaltern wird nachgesagt, sie seien besonders kreativ und sensibel. Oftmals ist auch von echten Romantikern die Rede. Andere Stimmen behaupten, Katzenliebhaber seien ähnlich unnahbar wie ihre Haustiere und zudem sehr freiheitsliebend. Fest steht, dass den meisten Katzenhaltern nicht daran gelegen ist, ihr Tier zu dominieren. Sie suchen eher einen verspielten und anschmiegsamen Gefährten mit einem speziellen Wesen, der es aber auch nicht übel nimmt, wenn mal etwas weniger gemeinsame Zeit auf dem Plan steht.

Kaninchen, Hamster & Co. – Die typischen Haustiere für Kinder?

Es ist tatsächlich so, dass sich vor allem Kinder pelzige Nagetiere als Spielgefährten wünschen. Zwergkaninchen, Meerschweinchen und Hamster stehen in der Beliebtheitsskala weit oben. Legen sich Erwachsene ein kleines Nagetier zu, so sind dies oft Frauen. Halter von Kaninchen und Co sind sensible Menschen, welche über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt verfügen. Sie freuen sich, wenn nach einem stressigen Tag im Büro oder Krach mit dem Partner ein pelziges Knäul zum Knuddeln und Liebhaben auf sie wartet. Da Nager meist im Käfig leben, findet oft keine so intensive Bindung zwischen Tier und Besitzer statt, als es beispielsweise bei Hunden der Fall ist. Vor allem Hamster sind meist nachtaktiv und verbringen den Großteil des Tages schlafend. Die Besitzer von Nagetieren haben somit sehr viel Freiraum. Nicht zuletzt, weil meist auch schnell jemand gefunden ist, der während des Urlaubs auf das Haustier aufpasst, während sich dies bei einem Hunde, gerade einem großen, meist deutlich schwieriger gestaltet. Erwähnt werden sollen an dieser Stelle noch die Halter von Ratten. Die intelligenten Tiere sind lehr lehrfreudig und binden sich eng an ihren Besitzer. Rattenhalter sind deshalb meist neugierige Personen, die viel Geduld für ihr Tier aufbringen und sich oft abseits des Mainstreams wohler fühlen.

Fische – kreative Perfektionisten?

Fische sind sehr schöne und vor allem ruhige Tiere. Es macht Spaß ihnen einfach beim Schwimmen zuzusehen und der Blick ins Aquarium hat auf viele Menschen zudem eine sehr entspannende Wirkung. Besitzern von Fischen wir nachgesagt, eher introvertiert und ruhig, dafür aber recht kreativ zu sein. Dafür spricht, dass sich die meisten mit viel Geduld der Einrichtung und Gestaltung des Aquariums widmen. Hierfür ist mitunter einiges an Fachwissen nötig, nicht nur, wenn es um die Technik geht. Bereits die Wahl der Pflanzen, welche in das Aquarium kommen, spielt eine entscheidende Rolle. Wie dem Artikel „Pflanzenlandschaften im Aquarium“ zu entnehmen ist, kommt es bei ihrer Auswahl nicht nur auf die Optik an, sondern sie erfüllen noch andere wichtige Funktionen innerhalb des kleinen Ökosystems. Sie regeln beispielsweise den Gehalt von Sauerstoff, aber auch Nährstoffen im Wasser und bieten den Fischen Schutz. Wer Fische halten möchte, muss sich also im Vorfeld mit vielen verschiedenen Themen befassen und ein Expertenwissen aneignen. Eine gewisse Neugierde und eine Portion Perfektionismus bringen also wohl die meisten Aquarienbesitzer mit.

Reptilien – Introvertiert oder exzentrisch?

Die einen erschauern bei ihren Anblick, für die anderen sind sie die einzig wahren Haustiere: Reptilien. Wer Echsen und Schlangen in seinem Zuhause willkommen heißt, braucht viel Interesse und Geduld, denn die Haltung der oft exotischen Arten ist sehr anspruchsvoll. Deshalb sind Reptilienhalter oft Menschen mit breit gefächertem Interesse. Einem Teil von ihnen wird nachgesagt, recht introvertiert zu sein und ein eher zurückgezogenes Leben zu führen. Andere hingegen sind Trendsetter und lieben ihre Echsen und Schlagen nicht zuletzt deshalb, weil sie besonders hip sind und ihren individuellen Charakter unterstreichen.

Pferde – selbstbewusste Persönlichkeiten?

Zugegeben, streng genommen zählt das Pferd nicht zu den Haustieren. Da es sich bei vielen Menschen jedoch großer Beliebtheit erfreut und vor allem junge Mädchen oft völlig pferdenärrisch sind, sollen ihm hier dennoch einige Zeilen gewidmet werden. Meist sind Pferdehalter selbstbewusste Persönlichkeiten. Sie legen sich ein Pferd zu, weil sie einem Partner auf Augenhöhe wollen. Ihnen wird außerdem nachgesagt, sehr freiheitsliebend zu sein. Ein Pferd bedeutet jedoch auch jede Menge Arbeit und Verantwortung, entsprechend sind Zuverlässigkeit und Geduld ebenfalls Charaktereigenschaften, welche viele Pferdebesitzer mitbringen. Nicht zuletzt gibt es natürlich immer auch Reiter, welche es schätzen, ihre Autorität demonstrieren zu können, ob nun bewusst oder unbewusst.