Rekrutenausbildung bei den Marines: Allerspätestens seit dem legendären Duell zwischen dem psychisch labilen Private Paula und seinem cholerischen Drill-Instructor Gunnery Sergeant Hartman im Kult-Klassiker „Full Metal Jacket“ ist die Ausbildung von Soldaten unter harten, bis hin zu menschenverachtenden Bedingungen ein vielzitiertes popkulturelles Motiv. Dass dieses durchaus auch seine Entsprechung in der Realität hat, beweisen die diversen Skandale, von denen im Zusammenhang mit dem Training von Rekruten immer wieder in den Medien die Rede ist.

Dass man einen knallharten Kämpfer nicht mit einer Kissenschlacht auf den Krieg vorbereiten kann, liegt aber nun einmal in der Natur der Sache. Ohne Drill kein Kill, wenn man uns den Zynismus an dieser Stelle einmal verzeihen mag. Wenden wir den Blick also ab von der Vision Hollywoods kranker Sadisten, und schauen uns am Beispiel des Marinekorps an, wie so eine Ausbildung tatsächlich vonstattengeht. Wohlwissend, dass ohne laufende Kamera sicherlich nochmal ein ganz anderer Tonfall herrscht.

Wir zitieren: „Willkommen bei der Rekrutenausbildung des US-Marinekorps im Marine-Rekrutenlager, San Diego. Die Hauptaufgabe des MCRD San Diego besteht in der Erstausbildung der angeworbenen männlichen Rekruten, die westlich des Mississippi leben.“

Den Angaben zufolge werden dort jedes Jahr über 21.000 Rekruten ausgebildet. Wie wir weiter erfahren, befindet sich dort auch eine Schule für angehende Drill-Instructors. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es dort wohl zugehen mag … ?!?