Handelsstreit eskaliert: Edeka wirft Softdrink-Marke aus dem Sortiment – Einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ zufolge werden Edeka-Kunden dort bald keine Pepsi, Lay’s-Chips, Lipton-Eistee oder Schwippschwapp mehr kaufen können. Der Streit um Preise und Konditionen ist derart eskaliert, dass die Supermarktkette beschlossen hat, das gesamte Sortiment des Mutterkonzerns PepsiCo aus den Regalen zu nehmen.

Edeka macht bereits seit einiger Zeit mit erbitterten Preiskämpfen von sich reden.

So hat man sich zuvor bereits mit Herstellern wie L'Oréal, Melitta oder Granini in die Haare bekommen. Hintergrund ist eine neue Einkaufsallianz, deren Forderungen nicht jeder zu erfüllen bereit ist. Kein Wunder, geht es der Industrie doch um hohe Renditen.

Zu hohe Renditen aus Sicht von Markus Mosa, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender der Edeka Zentrale AG & Co, der diese mit seinem Schachzug einzudampfen gedenkt, um damit bessere Preise und Konditionen für Edeka heraushandeln zu können.

Ziehen die Hersteller nicht mit, fliegen die Produkte aus dem Sortiment.

Bei seinem Aufbegehren gegen die Industrie stehen Edeka andere namhafte Handelsunternehmen wie Migros (Schweiz), Ica (Schweden), Magnit (Russland) und eine Reihe weiterer Lebensmittelhändler zur Seite. Nach Angaben der „Lebensmittelzeitung“ zahlt sich das neue Bündnis für die Edeka-Gruppe mit einem „hohen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr“ aus.

Nachdem man die Regale nach dem Rauswurf von Granini-Produkten noch mit optischen Plagiaten der Marke Albi gefüllt hatte, wurde dies durch eine einstweilige Verfügung nun untersagt, nachdem Granini rechtliche Schritte eingeleitet hatte. Ein Einspruch wurde vonseiten Edekas bereits eingelegt.

Zu dem Boykott gegen PepsiCo hat sich das Unternehmen der „Lebensmittelzeitung“ zufolge noch nicht geäußert. Gegenüber dem Blatt ließ man verlautbaren: „PepsiCo ist gegenüber Edeka lieferfähig.“

Quellen: stern.de , lebensmittelzeitung.net