Gehören Glatzen womöglich bald der Vergangenheit an? Einem Forscherteam der Tokyo University of Science ist es gelungen, aus Stammzellen von Mäusen ein funktionierendes Stück Haut zu erschaffen, welches in der Lage ist, die natürlichen Funktionen von biologisch gewachsener Haut zu übernehmen. Sprich Talgbildung und Haarwuchs.

Die bisherigen Ergebnisse sind bereits vielversprechend. Nachdem die Wissenschaftler das künstliche Gewebe einer Nacktmaus transplantierten, wuchsen dieser in dem Bereich tatsächlich Haare. Das Gewebe ging normale Verbindungen mit den umgebenden Nerven- und Muskelfasern ein. Selbst das bei Stammzellenforschung hohe Risiko einer Tumorbildung blieb zudem selbst nach drei Monaten aus.

Takashi Tsuji, einer der leitenden Wissenschaftler, äußerte sich in einer Mitteilung optimistisch:

"Mit dieser neuen Technik haben wir erfolgreich die normalen Funktionen der Haut nachgebildet. Wir kommen dem Traum näher, funktionierende Organe für Transplantationen im Labor zu erschaffen."

Der nächste Schritt bestehe nun darin, mit der gleichen Methode menschliche Haut nachzubilden. Damit soll Patienten geholfen werden, die unter Verbrennungen, Narben oder Haarausfall leiden. Auch der Einsatz zu Testzwecken im Labor sei denkbar.

Allerdings wird es wohl noch ein wenig dauern, bis es so weit ist. Bisher sind die künstlich erzeugten Hautstücke noch sehr klein, so dass man noch keinen zeitlichen  Rahmen nennen konnte. Dennoch: Es besteht berechtigte Hoffnung! So man denn keine Vorbehalte gegen die Stammzellenforschung hat, versteht sich.