Die nun folgenden Szenen ereigneten sich bereits am 21. Juni 2018: Während eines Seemanövers feuerte eine deutsche Fregatte einen Flugkörper des Typs RIM-66 SM-2 ab, doch es kam zu einer Fehlfunktion. Die Rakete verlieb am Startsilo nahe der Brücke und sorgte für ein Feuer an Bord des Marine-Schiffes.

Um dies vorwegzunehmen: Berichten zufolge standen zwar zwei Matrosen unter Schock, doch es gab keine schweren Verletzungen an Bord, sonst würden wir dieses Video nicht verbreiten. Das Schiff, auf dem sich die dramatischen Szenen abspielten, ist die deutsche Fregatte „Sachsen“, das Manöver fand vor der norwegischen Küste statt: Die SM-2-Rakete zündete zwar ihr Triebwerk, stieß sich aber nicht vom Rumpf ab.

30 weitere Flugkörper an Bord

So entfachte der Antrieb bei Vollschub eine Feuerwalze, die Teile der Deckkonstruktion der „Sachsen“ in Brand setzte und verformte. Doch ist so ein Kriegsschiff eine äußerst stabile Konstruktion, was in der Natur der Sache liegt. Dementsprechend konnte sich das Feuer nicht unkontrolliert an Bord der Luftverteidigungs-Fregatte ausbreiten. Es wurde eingedämmt. Das hätte übler ausgehen, der Brand auf die anderen Flugkörper übergehen können.

Ein Schiff der Klasse der „Sachsen“ ist mit 31 weiteren Startsilos der Klasse Mark 41 ausgestattet – diese waren allesamt vor dem Einsatz der Rakete geprüft und für tauglich befunden worden. Vor dem Vorfall war bereits ein Flugkörper des Typs RIM-66 SM-2 erfolgreich gestartet worden – es ist bis dato unklar, warum das zweite Geschoss diese Fehlfunktion hatte. Der Vorfall wird untersucht.

Quelle: foxtrotalpha.jalopnik.com