Der erste Schritt ist der direkte Austausch mit dem Arzt.

Dass Männer gelegentlich Probleme haben, umgangssprachlich „einen Ständer“ zu bekommen und diesen zu halten, ist vollkommen normal. Erst wenn eine zufriedenstellende sexuelle Leistung über einen längeren Zeitraum nicht möglich war, gibt es Grund zur Sorge.

Zwar handelt es sich bei erektiler Dysfunktion um einen medizinischen Zustand, der sich durch moderne Behandlungsmethoden in Form von Medikamenten, Operationen und Trainings gut in den Griff bekommen lässt, dennoch bleibt das Ganze für viele ein schambehaftetes Thema.

Es ist wichtig, dass Betroffene Mut zeigen und offen mit dem Thema umzugehen lernen.

Im Falle von Beziehungsproblemen, Stress und anderen emotionalen Zuständen, können Gespräche mit dem Partner helfen, erste Berührungsängste mit dem Thema zu überwinden und Lösungen sowie Ventile für emotionale Sperren zu finden.

Sind psychologische Belastungen wie Stress und Depressionen, sowie damit einhergehender Leistungsdruck, steigender Alkoholkonsum oder andere Probleme die Ursache, kann ein Psychologe helfen, Blockaden zu lösen.

Es ist fraglos nicht einfach, sich der erektilen Dysfunktion zu stellen, doch medizinische Unterstützung nimmt einem viel Last: Symptome können bekämpft, schwerwiegendere Krankheiten ausgeschlossen werden. Seid ihr betroffen, oder glaubt es, wendet euch an eine Vertrauensperson (Arzt, Partner, Freund oder Psychologe), um zu reden und Lösungsansätze durchzusprechen.

Es wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, das veraltete Klischee des starken und unverwüstlichen Mannes neu zu definieren. Dabei ist es wichtig, sich stets vor Augen zu halten, dass Potenzschwierigkeiten weder ein Zeichen von Schwäche noch von unzureichender „Männlichkeit“ sind.

Dementsprechend stehen Medien und Gesellschaft in der Verantwortung, erektile Dysfunktion nicht als Versagen, sondern als gängiges Krankheitsbild zu akzeptieren und zu kommunizieren.

Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Mitglied des medizinischen Beirats und Autor bei ZAVA, fasst abschließend zusammen:

„Erektile Dysfunktion kann ein peinliches Thema sein, besonders für junge Männer, aber es ist wichtig zu bedenken, dass das Problem Millionen von anderen Männern betrifft und dass es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt. Es ist vielleicht nichts, was Sie gerne mit Ihren Freunden besprechen, aber holen Sie sich unbedingt ärztlichen Rat, wenn Sie sich Sorgen machen.“

Quelle: zavamed.com