Hier ein paar Zahlen und Fakten:

  • 38 Prozent der Männer, die an einer Depression erkranken, leiden auch an erektiler Dysfunktion.
  • 84 Prozent der Männer in Deutschland haben Angst vor Potenzproblemen.
  • 4 von 10 Männern geben Stress die Schuld an Erektionsstörungen, gefolgt von Müdigkeit (36 Prozent), Angstzuständen (29 Prozent) und zu hohem Alkoholkonsum (26 Prozent).
  • 31 Prozent haben sich aufgrund des Problems sogar von einem Partner getrennt.
  • 25 Prozent haben wegen Erektionsstörungen ihr Selbstvertrauen bei der Partnersuche verloren.
  • 21 Prozent haben aufgrund der Störung psychische Probleme entwickelt.
  • 31 Prozent der betroffenen Männer in den 30ern haben VIAGRA® von einem Arzt verschrieben bekommen.
  • 33 Prozent der Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren gaben an, dass sie noch niemandem von ihrer erektilen Dysfunktion erzählt haben.
  • 9 Prozent haben ihre Erektionsstörung mit einem anderen Mann aus der Familie besprochen.
  • 43 Prozent der von Impotenz Betroffenen sagen, sie könnten das Thema nicht mit Freunden besprechen.

In der Gesellschaft wird das Thema fast schon totgeschwiegen, obwohl Millionen von Männern unter erektiler Dysfunktion leiden. Dazu kommt die weitverbreitete Annahme, dass Erektionsprobleme lediglich ältere Männer betreffen. Ein Irrglaube, denn wie aus einer Studie aus dem Jahr 2004 hervorgeht, liegt die Häufigkeit bei Männern in den 20ern bei 8 Prozent. Eine weitere Untersuchung aus dem Jahr 2021 beziffert die Quote unter den 18- bis 25-Jährigen sogar auf 30 Prozent.

Fast jede 4. Neudiagnose der erektilen Dysfunktion fällt heutzutage auf einen Mann unter 40 Jahren.

Anteil von Männern mit sexuellen Problemen in Deutschland nach Altersgruppe – ein Diagramm von Zavamed.com

Das wohl größte Problem dabei ist, dass nur wenige Männer den Gang zum Arzt wagen, um sich eine erektile Dysfunktion diagnostizieren zu lassen. Einer weltweiten Studie zufolge holen sich lediglich 17,6 Prozent der von einer Sexualstörung betroffenen Männer ärztliche Hilfe.

Als Gründe dafür werden fachseitig vier verschiedene Ansätze diskutiert:

  1.  fehlender realer Leidensdruck
  2. allgemeine Hemmungen, ehrlich über das Thema zu sprechen: Der soziale Kontext bietet häufig kaum vertrauenswürdige „Safe Spaces“, um das Thema offen anzusprechen
  3. fehlende Kenntnisse über Behandlungsmöglichkeiten
  4. unzureichende Versorgungsangebote auf Seiten der Medizin

Insbesondere der zweite Punkt trägt einen großen Teil zur Tabuisierung bei. In den Medien wird Impotenz ähnlich wie die Sexualität an sich meist verzerrt dargestellt, während im Netz Schlagzeilen zur Standfestigkeit dominieren und in verschiedensten Foren Mythen kursieren. Männlichkeit wird vor allem aus der Sicht vieler Männer (aber auch Frauen) mit Potenz gleichgesetzt.

Quelle: zavamed.com