Stellar Banner: Riesiger Erzfrachter wird gezielt versenkt – Im folgenden Video werden wir Zeuge der letzten Augenblicke eines VLOC-Massengutfrachters namens „Stellar Banner“. „VLOC“ steht dabei für „Very Large Ore Carrier“, also „sehr großer Erzfrachter“, und beschreibt laut Wikipedia die Gruppe der derzeit größten im Erztransport eingesetzten Frachter.

Besagtes Schiff machte sich im Februar 2020 mit einer Ladung von 294.800 Tonnen Eisenerz vom brasilianischen Seeterminal Ponta de Madeira aus auf den Weg ins chinesische Quingdao. Allzu weit kam der Frachter der koreanischen Reederei „Polaris Shipping“ jedoch nicht, erlitt er doch vor der Küste von São Luís Schlagseite, und wurde vorerst auf Grund gesetzt, um Schlimmeres zu verhindern.

20 Seeleute konnten gerettet werden

300 Liter der 4.000 Tonnen Treibstoff-Zuladung liefen jedoch aus. Drei Monate später gelang es schließlich, das 340 Meter lange Schiff wieder zum Schwimmen zu bringen. Der restliche Treibstoff war dazu abgepumpt und gut 145.000 Tonnen der Ladung geborgen worden.

Untersuchungen zeigten jedoch, dass der Rumpf irreparabel beschädigt worden und die strukturelle Integrität der Stellar Banner infolgedessen nicht mehr gewährleistet war. Von daher wurde entschieden, das nunmehr seeuntüchtige Schiff, inklusive der verbliebenen 145.000 Tonnen Ladung, an einer tiefen Stelle 100 Kilometer vor São Luís zu versenken, an der das Wrack keine Gefahr mehr für die Seefahrt darstellen würde.

Die Reederei erklärte dazu:

„Vor dem Versenken wurden schwimmende Gegenstände wie Festmacher und Schadstoffe sowie eine minimale Menge an Gasöl, die an Bord verblieben waren, entfernt. Ein Teil des Eisenerzes, der Navigationsausrüstung und der grundlegenden Maschinen verblieben auf dem Schiff, von denen man annimmt, dass sie keine Gefahr für das Leben im Meer darstellen.“ 

Nach der Versenkung wurde das Gebiet aus der Luft und zur See genau überwacht, wobei glücklicherweise keine Ölflecke ausgemacht werden konnten.

Quelle: offshore-energy.biz