Mit Grillzange in der Hand und Grillschürze umgelegt, so stellt man sich im Sommer den männlichsten Mann vor. Doch dieses Bild droht zu kippen, denn immer mehr Frauen stürzen sich auf die Grills von Firmen wie Weber oder Landmann. Was zuvor eine Männerdomäne war, wird mehr und mehr verweiblicht. Die Frauen entdecken die Outdoor-Küche für sich und sind im Begriff, eine der letzten Männerhochburgen zu Fall zu bringen.

Kein Wunder, dass das Grillgeschäft für dieses Jahr vom Kölner Institut für Handelsforschung auf ca. 1,16 Milliarden Euro geschätzt wird. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Grills der höheren Preisklassen gekauft werden und die Leute nicht vor Ausgaben zwischen 200 und 500 Euro zurückschrecken. Ein Grill, der eben nicht nur eine Saison hält, sondern vielleicht sogar zwei, drei Weltmeisterschaften.

Klassiker wie Steaks und Würstchen verschwinden allerdings immer mehr im Hintergrund und es werden neue Gerichte ausprobiert. Außerdem wird der Grill nicht nur im Sommer ausgepackt, sondern sogar dann, wenn das Wetter mal nicht ganz so schön ist wie derzeit. 365 Tage Grillen sind gerade hier in Deutschland, dem Grillland Nummer eins, keine Seltenheit mehr.

Quelle: Welt