Jeder Mann kann grillen! Der eine besser, der andere schlechter. Aber jedem von uns sei zugestanden, dass wir uns stets mit Liebe und Mühe dem gepflegten Brutzeln unter freiem Himmel widmen. Doch auch dem begabtesten Künstler unterlaufen am Rost mitunter unwissentlich Fehler. Vor allem wenn es um die Vermeidung von krebserregenden Stoffen geht!

Dabei meint man es doch nur gut, wenn man sein Fleisch zum Beispiel in einer Aluschale brät. Der Gedanke dahinter klingt ja auch ganz logisch: Dank der Schale kann kein Fett auf die heißen Kohlen tropfen, was dazu führt, dass weniger krebserregende Dämpfe in das Fleisch steigen. Aber wie sich gezeigt hat, ist das tatsächlich das kleinere Übel! Denn die Aluschalen selber sind einer Untersuchung des ARD-Magazins 'Plusminus' zufolge ein viel größerer Gefahrenherd!

Tester kauften fünf verschiedene Schalen aus Discountern und Supermärkten, um allerlei Mariniertes, teils ab Fabrik in Sauce eingelegt, teils von Hand damit bestrichen, darin zu grillen. Dummerweise lösten dabei die in der Marinade steckenden Säuren und Salze das Aluminium von den Schalen. Somit nehmen wir beim Genuss des Grillgutes ein Metall auf, welches im Verdacht steht, Brustkrebs und Alzheimer auszulösen.

Werte liegen weit über den Empfehlungen!
Nun ist es so, dass die Europäische Lebensmittelbehörde einen Grenzwert von einem Milligramm pro Kilo Körpergewicht in der Woche empfiehlt. Das heißt, wer 70 Kilo wiegt, sollte nicht mehr als 10 Milligramm pro Tag zu sich nehmen. Im Grillgut, noch frisch aus der Packung, steckte beim Fernsehtest deutlich weniger – 3,4 Milligramm im Hähnchen, 4,5 Milligramm im Schnitzel. Soweit also alles noch im grünen Bereich!

Doch nach dem Grillen in der Aluschale sah das ganz anders aus: 9,1 Milligramm im Hähnchen, 12,6 Milligramm im Schnitzel. Ein Grillkäse kam sogar auf 21 Milligramm – noch bevor die Kohle angefacht wurde! Insgesamt waren die Werte in 16 von 20 Proben erhöht.

Leider finden sich auf den Verkaufsverpackungen von Aluschalen keinerlei diesbezügliche Warnhinweise, sodass man sich bei Unkenntnis dieser Ergebnisse eines nicht unerheblichen Risikos aussetzt!

Der informierte mann.tv-Leser dagegen benutzt Schalen aus Keramik, Eisen oder Edelstahl und teilt diesen Artikel fleißig unter seinen Grillfreunden!