Zählt ihr euch zu denen, die ohne ihren Grill nicht können. Könntet ihr das ganze Jahr BBQ veranstalten – oder tut das sogar? Dann werdet ihr in den meisten Fällen den richtigen Umgang mit dem Fleisch schon kennen. Doch bei sommerlichen Temperaturen lauern durchaus Risiken im rohen Fleisch, die man sich bewusstmachen sollte. Denn von Juni bis September nimmt die Zahl bakterieller Darminfektionen zu, die von den Krankenkassen registriert werden. Der Grund: der Erreger Campylobacter.

Nein, auch wenn einige möglicherweise durchaus davon Durchfall oder Brechreiz bekommen, wenn sie eine gewisse Musik hören, Campylobacter ist nicht der Frontmann dieser bekannten Deutschpunk-Opas. Vielmehr handelt es sich um ein Bakterium, das oft an Geflügelfleisch haftet. Die Erreger entstehen vornehmlich in warmen Monaten während der Tierhaltung und übertragen sich vor allem von Geflügelfleisch auf den Menschen, wenn nicht ausreichend auf Küchenhygiene geachtet wird. Ist Geflügel nicht genug durchgegart oder haften die Säfte von rohem Geflügelfleisch an Küchengeräten, kann es zu Infektionen kommen.

Vermeidbares Ärgernis

Eine solche Erkrankung geht laut einem Bericht von derwesten.de mit Fieber, Kopf-und Gliederschmerzen sowie einer Durchfallerkrankung einher. In den meisten Fällen ist das Ganze nach einer Woche überstanden, doch manchmal kann es länger dauern und die Anwendung von Antibiotika notwendig machen. Ein Ärgernis, das nicht sein muss, lässt es sich doch leicht vermeiden. Stefanie Weier, Pressereferentin der Krankenkasse ikk classic rät: „Um sich vor Infektionen mit Durchfallerregern zu schützen, sollten Speisen mit rohen Eiern, Milch, Eis oder Fleisch im Kühlschrank aufbewahrt und erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden.“

Weiter rät der Artikel, Fleisch nicht abzuspülen, da die Keime durch das Spritzwasser in der Küche verteilt werden und haftenbleiben können. Stattdessen solltet ihr es mit Küchenkrepp abtupfen. Nach einer Garzeit von mindestens zehn Minuten bei über 70 Grad Celsius gehen die Keime übrigens ein, nicht nur die erwähnten Campylobacter, sondern auch Salmonellen.