Gilette hat es nicht leicht. Früher haben sich die Männer regelmäßig für ihre Herzensdame rasiert. Schließlich soll das Gesicht glatt wie ein Babypopo sein. Seitdem jedoch der Dreitagebart wieder im Trend ist, hat Gilette mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Grund genug, uns Männern zu erklären, dass wir uns doch ab sofort die Brust-, Intim- sowie Beinhaare rasieren sollen. Für mehr Chancen bei den Frauen, versteht sich.

Die neue Kampagne „Was Frauen wollen“ soll uns Männern nämlich zeigen, wie wir bei der Weiblichkeit besser ankommen. Was Frauen wollen eben. Gilette interviewt Frauen auf der Straße und befragt sie nach ihren optischen Vorlieben bei Männern.

Die Haare sollten gepflegt sein, sauber, aber nicht zu wild. Eine meint: „Achselhaare sind in Ordnung, aber alles andere muss weg.“ „Wenn ich mir mit dem Rasieren Mühe mache, sollte er das auch tun“, sagt eine andere. Dass es dem Unternehmen Gilette dabei nicht um Gleichberechtigung geht, ist offensichtlich. Es ist der verzweifelte Versuch des Gilette-Mutterkonzerns Procter & Gamble, die steigenden Umsatzeinbrüche zu verringern.

Eigene Forschungsergebnisse sollen anderen Männern ein Denkanstoß sein. 29 Prozent aller US-Männer rasieren sich ihren Körper, während es in Großbritannien sogar 49 Prozent seien. In Frankreich sind es immerhin 33 Prozent und wir Deutschen liegen mit 56 Prozent an der Spitze.

Ein weiterer Grund, um das überschüssige Haar loszuwerden, ist laut Gilette die Körperhygiene. Gerade im Sommer ist es für uns nicht gerade ratsam, für die Frauen wie ein fellgewordener Yeti herumzulaufen.

Quelle: Welt