Gewaltige Schnittkraft: Video zeigt Riesen-Kreissäge im Steinbruch-Einsatz – Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wo gesägt wird, da regnet es zumindest Mehl. Beileibe nicht immer ist es Holz, dem die Zähne von Kreis-, Band- oder Kettensägen zu Leibe rücken. Man denke etwa an den Abbau schwerer Materialien, die all ihrer Härte zum Trotz zerlegt werden müssen. In antiken Zeiten etwa konnte man Gestein nur mit Muskel- oder Wasserkraft zu Leibe rücken. Heute hat man dafür unter anderem Riesenkreissägen.

So wie das gewaltige Modell aus dem Video. Denn großen Blöcken von Marmor oder Granit kam man in der guten alten Zeit allenfalls mit Spaltkeilen bei, die man in Sägekanäle oder natürliche Spalten hämmerte – diese wurden gewässert, der Witterung ausgesetzt. Ein langwieriger Prozess, bei dem das Holz der Keile aufquoll und schließlich durch Ausdehnung den Stein sprengte. Da ist das vorliegende System deutlich bequemer und weniger zeitaufwendig.

Die Bilder stammen aus einem Steinbruch in Shandong in China.

Sie dokumentieren den Arbeitsprozess dieser Kreissäge in seiner Gänze. Der Koloss wird auf Schienen bewegt, um seine präzise und schnelle Verlegbarkeit sowie den Vortrieb an der Abbruchkante zu garantieren und den gewaltigen Motor überhaupt bewegen zu können. Das gewaltige Aggregat läuft an, langsam senkt sich das Sägeblatt auf den Granit herab.

Dann kommt Wasser ins Spiel. Es minimiert nicht nur die Reibungshitze zwischen den Sägezähnen und dem harten Material – das Wasser bindet auch den Staub, der beim Sägen von Stein unweigerlich auftritt. Durch die Massen an Wasser wird er hier direkt am Material gestoppt. Tiefer und tiefer arbeitet sich die Kreissäge so ins Material vor. Es sind Einblicke in einen Arbeitsalltag, die man so nicht alle Tage erhält.