Für den einen ist Sport ein essentielles Lebenselixier, für den nächsten bloß ein notwendiges Übel, und für wieder andere etwas, das man getrost anderen überlassen kann. Passionierte Couch-Potatoes üben sich lieber darin, anderen beim hin und her Rennen zuzusehen und betrachten den Gang zum Klo als vollkommen ausreichend, wenn es um körperliche Betätigung geht. Das auch so zu äußern ist zumindest konsequent. Was dagegen nicht zieht, ist die Ausrede, dass man schlicht und einfach keine Zeit habe. Denn wie eine aktuelle Studie beweist, ist es überhaupt nicht nötig, sich in der Woche nach der Arbeit noch einen abzuschwitzen.

Laut den Forschungsergebnissen der Wissenschaftler der Loughborough University und der University of Sydney reduziert man das Risiko für einen früheren Tod um rund 30 Prozent, wenn man in der Woche 150 Minuten lockeren Sport treibt oder alternativ ein 75-minütiges Intensiv-Training absolviert. So weit, so wenig überraschend. Viel interessanter ist indes die Erkenntnis, dass es so gut wie keinen Unterschied macht, wann Sport getrieben wird. Soll heißen, dass Menschen, die lediglich am Wochenende Zeit für ein bis zwei Sporteinheiten finden, im nahezu gleichen Maße Herzkreislauferkrankungen und Krebs vorbeugen, wie diejenigen, die mehrmals in der Woche trainieren.

Zwar gibt es einen Unterschied, doch dieser ist minimal. Studienteilnehmer, die sich dreimal oder häufiger in der Woche fit halten, senkten ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, um 21 Prozent. Wochenend-Schwitzer immerhin noch um 18 Prozent. Beiden Gruppen gemein ist die 41 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit für Herzkreislauferkrankungen im Vergleich zu Sportmuffeln. Doch auch wenn es nicht gelingt, wann oder wie auch immer das Wochen-Pensum von 150 Minuten zu absolvieren, tut man sich mit jeder einzelnen aktiven Minute Gutes. Geht also einfach locker an die Sache ran und haltet euch vor Augen, dass jede Sporteinheit, und sei sie auch noch so kurz, einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat.

Quelle: turn-on.de