Man sagt uns Deutschen nach, dass wir zum Jammern neigen. Wir sind angeblich ein recht unglückliches Völkchen und das, obwohl es uns im Vergleich zum Rest der Welt doch eigentlich ganz gut geht. Dennoch, Wohlstandsgesellschaft hin oder her, wir werden tatsächlich immer häufiger krank. Welche Beschwerden uns dabei am meisten zusetzen, zeigt nun eine aktuelle Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

    
Laut dieser sind es vor allem fünf Leiden, die man als die großen deutschen Volkskrankheiten bezeichnen kann.

Am weitesten verbreitet sind bei uns Muskel-, Skelett- und Bindegewebserkrankungen. Alleine im letzten Jahr trieben Rückenschmerzen oder Probleme an und mit der Wirbelsäule hierzulande ganze 36,7 Millionen Menschen zum Arzt.

Auf dem zweiten Platz folgen mit 35,1 Millionen Betroffenen Krankheiten des Atmungssystems. Am häufigsten treten dabei akute Infektionen der oberen Atemwege auf, wie zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündungen. Und eines Tages werden diese wohl auf den ersten Platz vorrücken, denn der Patientenzuwachs ist in diesem Bereich am zweithöchsten. Seit 2010 ist die Zahl der Patienten um 16,2 Prozent gestiegen!

Weitere 29,5 Millionen Bundesbürger leiden an Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten. Wenig überraschend, diagnostizieren die Ärzte hier doch meistens einen zu hohen Cholesterinspiegel. Der Täter: eine zu fettreiche Ernährung.

Platz vier geht mit immer noch stolzen 28,5 Millionen Patienten an Krankheiten des Kreislaufsystems. Die absolute Mehrheit davon, nämlich 21,1 Millionen Bürger, leidet dabei unter Bluthochdruck.

Psychische Verhaltensstörungen machen den Reigen komplett. Ganze 25,6 Millionen Deutsche sind betroffen. Mit 13,6 Millionen Patienten treten Angststörungen am häufigsten auf. Leider eine Krankheit, die wuchert. Denn seit 2010 gibt es in dieser Kategorie einen Zuwachs von 19,6 Prozent!

Quelle: rp-online.de