Es ist eines dieser Mantras der Kindheit, die man sein Leben lang drin hat: „Der Junge muss mal mehr Sport machen!“ Also tut man genau das, hält sich fit und wähnt das Freud'sche Eltern-Ich als überwunden. Doch kaum ist man richtig drin, ertönt die Stimme abermals und mahnt: „Junge, übertreib es bloß nicht!“ Wie man es auch macht …

Aber Spaß beiseite! Natürlich ist Sport grundsätzlich was Gutes, jedoch zeigt sich immer häufiger, dass sich exzessives Training zu einer gefährlichen Sucht entwickeln kann, im Fahrwasser derer man Gefahr läuft, seine Gesundheit und das persönliche Umfeld aus den Augen zu verlieren. Die Zeitschrift 'Psychologie Heute' nennt in der Ausgabe 06/2016 einige Warnsignale.
    
Betroffen könnte demnach sein, wer Sportarten wie Fahrradfahren gar nicht als Sport zählt, sich in mehreren Fitnessstudios angemeldet hat und für das Training Freunde und Familie vernachlässigt. Die Alarmglocken sollten aber spätestens dann bei euch klingeln, wenn ihr Entzugserscheinungen bekommt, oder dem Umfeld nicht erzählt, dass ihr so viel Sport treibt. Auch Warnzeichen des Körpers wie Schmerzen, Erschöpfung, Fieber oder Stressfrakturen sollte man als ernste Anzeichen deuten und sich im Zweifelsfall psychologische Unterstützung suchen.