Echte Männer haut normalerweise nix aus den Latschen, doch im Herbst müssen selbst wir vorsichtig sein. Denn das ist die Zeit, in der sich unsere einzige echte Achillesferse offenbart, in der sich eine unsichtbare Armee erhebt und unser ewiger Erzfeind nach unserem Leben trachtet: die Grippe, das Kryptonit des Mannes. Viele Festungen dürften bereits jetzt schon überrannt worden sein, doch wir verraten euch, wie ihr den Feind aus eurem Körper wieder vertreibt.

Zwar kann man sich einen grippalen Infekt – umgangssprachlich auch die „einfache“ Erkältung genannt – das ganze Jahr über einfangen, die kühlen Temperaturen und von der Heizungsluft ausgetrocknete Atemwege machen es den Viren in der kalten Jahreszeit jedoch ungleich leichter, unseren Körper zu stürmen. Seid ihr erst mal infiziert, hilft eigentlich nur Ruhe und abzuwarten, bis das grippale Unwetter wieder abgeklungen ist. Gegen Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit kann und sollte man allerdings aktiv vorgehen. Bevor ihr nun aber die chemische Keule aus dem Medikamenten-Schrank in Stellung bringt und einem Mörserbeschuss mit Aspirin anordnet, lasst euch gesagt sein, dass altbewährte Hausmittel meist vollkommen ausreichen.

Regel Nummer Eins: Viel Trinken!

Zunächst einmal ist es aber wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Denn wenn ihr viel trinkt, löst sich der fiese Schleim besser und auch die Sekrete in der Nase werden verdünnt. Zudem führt ihr eurem Körper die Flüssigkeit wieder zu, welche ihr durch das krankheitsbedingte übermäßige Schwitzen verloren habt. Die Einnahme von Vitamin-C-Präparaten könnt ihr euch dagegen sparen. Ärzten zufolge haben diese nicht den geringsten Einfluss auf die Beschwerden und die Dauer der Erkrankung.

Vorsicht ist in Sachen Nasenspray geboten. Klar, ist es verlockend, den Rotz-Pfropfen mit einem Sprühstoß schnell loszuwerden. Allerdings weisen Mediziner schon lange darauf hin, dass derartige Mittel eine verstopfte Nase letztlich eher begünstigen. Mal ganz abgesehen davon, dass einfache Hausmittel, wie etwa die gute alte Inhalation, den Experten zufolge sehr viel besser helfen. Wer von Nasenspray dennoch nicht ablassen möchte, sollte das Zeug zumindest nicht allzu lange verwenden, um einem Gewöhnungseffekt vorzubeugen. Und Herzpatienten müssen dabei sowieso aufpassen, da die Sprays sich auf den Blutdruck auswirken.

Ich hab so einen Hals!

Bei leichteren Halsschmerzen können zwar auch frei verkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen Linderung verschaffen, die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) rät jedoch zu natürlichen Mitteln:

Nutzen Sie milde Hausmittel, die Sie als wohltuend empfinden (z. B. Halswickel, Gurgeln mit Kamille- oder Salbeitee oder Salzwasser [1/4 Teelöffel Kochsalz in einem Glas Wasser auflösen]).“ Ferner raten die Experten: „Lutschen Sie ab und zu ein (Salbei-)Bonbon, um den Hals zu befeuchten! Gönnen Sie sich Ruhe! Stellen Sie das Rauchen ein!

Zum Thema Husten heißt es: „Auch ohne Medikamenteneinnahme klingt ein Erkältungshusten in der Regel nach 2-3 Wochen folgenlos ab.“ Zur Linderung der Beschwerden werden Präparate aus Myrtol, Thymian/Efeu- oder Thymian/Primelwurzel empfohlen, denen als einzige Mittel eine Wirkung nachgewiesen werden konnte. Ansonsten haben sich Auflagen und Wickel bewährt. Jene sind in Form eines Wadenwickels übrigens auch effektiv bei Fieber.

Und auch die DEGAM betont, dass Medikamente bei leichtem bis mäßigem Fieber nicht erforderlich sind.

Quelle: heilpraxisnet.de