Wein, Kaffee und Tee, tun dem Körper nicht weh! Doch ist etwas dran an diesem alten Sprichwort, von dem ihr noch nie etwas gehört haben könnt, weil wir es uns gerade ausgedacht haben? Ja, tatsächlich! Genau genommen sind diese drei Genussmittel sogar gut für unser sogenanntes 'Mikrobiom', welches die Gemeinschaft der Mikroorganismen bildet, die auf und in unserem Körper leben. Klingt irgendwie ekelig, hat aber alles seine Richtigkeit!

    
In dem in der Fachzeitschrift 'Science' veröffentlichten Artikel zu ihren Studienergebnissen sprechen die Wissenschaftler davon, dass besagte Getränke die Vielfältigkeit unseres Mikrobioms und somit die Gesundheit verbessern. Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken, Süßigkeiten, Vollmilch und vielen Kohlenhydraten wiederum bewirke den gegenteiligen Effekt.

Das könnte insofern zum Problem werden, als dass die mikroskopisch kleinen Organismen bei der Verdauung der Lebensmittel und der Regulierung unseres Immunsystems helfen. Zudem ergaben Studien, dass die mikrobielle Gemeinschaft auch eine Rolle bei auftretenden Stimmungsstörungen, Fettleibigkeit und anderen Krankheiten einschließlich dem Reizdarmsyndrom spielen kann.

Bei der Untersuchung des Magen-Darm-Traktes von mehr als 1.100 Menschen stellten die Forscher fest, dass insgesamt 126 Faktoren mit der Veränderung und Zusammensetzung der individuellen mikrobiellen Gemeinschaft in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Dazu gehören 60 Ernährungsfaktoren, 12 Krankheiten, 19 Medikamente und vier Faktoren, die mit dem Rauchen zusammenhängen.

Die an der Studie beteiligten Mediziner sprechen von dem Mikrobiom in diesem Zusammenhang als eine Art Fingerabdruck, der unseren allgemeinen Gesundheitszustand widerspiegelt. Allerdings seien weitere Untersuchungen nötig, um die komplexen Wechselwirkungen, Ursachen und Auswirkungen besser zu verstehen.