Ein kleiner Laserstrahl wird auf die Haut geworfen und schon weiß der Patient, wie lange er noch zu leben hat. Das Szenario mag vielleicht wie aus einem Science-Fiction-Film klingen, könnte jedoch schon bald Realität werden. Britische Forscher haben nämlich genau solch einen Test entwickelt.

Der Laser untersucht dabei die Endothel-Zellen. Dies sind Zellen, die die inneren Zellen der Lymph- und Blutgefäße bilden. Sie passen sich an die Vorgänge des Körpers an. Etwa beeinflussen sie den Blutfluss oder den Blutdruck.

Möglich machen dies die Schwingungen innerhalb dieser Zellen, durch die sich sogar die verbleibende Lebensdauer errechnen lässt. Krankheiten wie Krebs oder Demenz sollen so auch erkennbar sein. Für die Forschung verantwortlich zeichnen die beiden Physik-Professoren Aneta Stefanovska und Peter McClintock der Universität Lancaster (GB) gemeinsam mit ihrem Team.

Die Messergebnisse werden einer Zahl auf einer Skala von 0 (für Tod) und 100 (für volle Funktionsfähigkeit) zugeordnet. Je mehr Datensätze in der Datenbank hinterlegt sind, desto genauer sollen der Gesundheitszustand vorhergesagt werden.

„Ich hoffe, wir können eine Datenbank aufbauen, die immer größer wird, in der wir alle vermessenen Personen miteinander vergleichen können. Dann werden wir auch wissen, welche Messwerte welche Lebensdauer vorhersagen“, sagt Stefanovska.

Innerhalb der nächsten drei Jahre könnte es sogar schon möglich sein, dass Hausärzte mit solch einem Gerät ausgestattet werden.