In einem aktuellen Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnen Wissenschaftler ausdrücklich vor einer rein veganen Ernährung. Wer keinerlei Lebensmittel tierischer Herkunft zu sich nimmt, riskiert demnach einen gefährlichen Nährstoffmangel.

Die davon betroffene Zielgruppe beschrieben die Experten prägnant mit „Weiblich, jung, gebildet – und potenziell mangelernährt“ und erklären dazu:

„Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich.“

Am problematischsten sei die Versorgung mit dem Vitamin B12. Doch veganer Kost mangele es ferner an einigen Aminosäuren, manchen langkettigen Fettsäuren sowie weiteren Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen, Jod, Zink oder Selen. Von daher rät die DGE insbesondere Schwangeren, Stillenden, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen gänzlich von einer veganen Ernährungsweise ab.

Hinweise für eine Schädigung des Neugeborenen während der Stillzeit durch eine Vitamin-B12-Unterversorgung seien ausreichend vorhanden. Schlimmstenfalls drohen neurologische Schäden. Doch auch vor der Empfängnis kann ein Mangel das Risiko für Komplikationen während einer Schwangerschaft erhöhen.

Um dem entgegenzuwirken, rät die DGE Veganern zur Einnahme von entsprechenden Vitaminpräparaten und dazu, sich regelmäßig vom Arzt auf etwaige Mangelerscheinungen durchchecken zu lassen.