Das erste deutsche Bundesland zieht beim Thema Impfung deutlich an: In Brandenburg wurde nun eine Impfpflicht beschlossen. Sie gilt zur Bekämpfung der Masern für Kinder, die in Kitas/Kindergärten oder bei einer Tagesmutter untergebracht werden. Dies wurde vom brandenburgischen Landtag mit großer Mehrheit beschlossen.

SPD, Linke und CDU hatten einen entsprechenden Antrag gestellt. In diesem wurde betont, dass Masern eine der Infektionskrankheiten mit der höchsten Ansteckungsrate sind, „eine der gefährlichsten Kinderkrankheiten“. Auch Jahre nach einer Erkrankung können Masern massive Folgeschäden haben, etwa in tödlich verlaufenden Hirnentzündungen resultieren.

Jetzt prüft man in Brandenburg, ob auch Impfpflichten für andere ansteckende Krankheiten angezeigt sind

Die Masern-Impfpflicht ist schon länger bundesweit im Gespräch, auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sowie Bundesgesundheitsminister Jen Spahn (CDU) machen sich für eine Masern-Impfpflicht stark: „Die Gesundheit und der Schutz der gesamten Bevölkerung setzen der individuellen Freiheit Grenzen“, betonte Giffey.

2018 verzeichnete das Robert-Koch-Institut ganze 543-Masern-Fälle in Deutschland. Weltweit ist die Tendenz steigend, laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lag im Jahr 2017 die Anzahl der Masernerkrankungen im Vergleich zu 2016 um ganze 30 Prozent höher. 

Quelle: rtl.de