Unsere Eltern wussten schon, was sie taten, wenn sie uns zum Spielen vor die Tür jagten. Dass Bewegung gesund ist, wird wohl niemand bezweifeln. Dass sich Bewegungsmangel als extrem ungesund und letztendlich sogar tödlich herausstellen kann, war auch bekannt. Eine britische Studie hat jetzt enthüllt, wie genau sich der Bürojob auf die Sterblichkeitsrate auswirken kann – das Ergebnis ist ernüchternd.

Die Untersuchung der Cambridge University enthüllt: Der typische Bürojob erhöht bei gleichzeitigem Bewegungsmangel die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes um ganze 60 Prozent. Dabei müssten acht Stunden Schreibtischtätigkeiten zwingend mit einer Stunde Fitness oder intensiver Bewegung kompensiert werden. Zum Beispiel durch einen Spaziergang bei fortgeschrittenem Tempo oder eine Stunde Radfahren. Wer darauf verzichtet, riskiert Demenz, Typ-2-Diabetes, Krebs und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Weltweit kostet der Bewegungsmangel 90.000 Menschen jährlich das Leben, einer von sechs Toten geht auf das Folgenkonto der Rumsitzerei. Zur Büroarbeit kommt noch ein sitzender Lebensstil nach Feierabend daheim, der den Arbeitstag oft mit bis zu drei Stunden Fernsehkonsum beschließt. Damit ist Bewegungsmangel statistisch gesehen tödlicher als Übergewicht und hat auch das Rauchen abgelöst. 34 Prozent aller britischen Erwachsenen bewegen sich damit, Schlafzeiten dazugenommen, also weniger als eine halbe Stunde(!) am Tag.

Kleine Gänge können schon helfen

Die Verantwortlichen der Untersuchung raten denen, die aus welchen Gründen auch immer keine Stunde Zeit für die tägliche Bewegung erübrigen können oder wollen, zumindest zu kleineren täglichen Routinen: fünf Minuten auf den Beinen für jede Stunde Sitzen, kurze Gänge zur Kaffeemaschine, in ein höheres Geschoss oder zum Drucker im Büro und wieder zurück und dergleichen.

„Mindestens eine Stunde körperlicher Aktivität am Tag sind ideal, aber wenn sich das nicht einrichten lässt, kann schon ein wenig täglicher Sport mit kleineren Übungen helfen, das Risiko zu senken“, so Forschungsleiter Ulf Ekelund von der Uni Cambridge.

Quelle: dailymail.co.uk