Gesetzliche Krankenversicherung: Lauterbach will 2023 Beiträge erhöhen – Medienberichten zufolge plant Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zu erhöhen: um das zu erwartende Milliardendefizit zu stopfen, welches durch den Krieg in der Ukraine noch größer auszufallen droht, als zuvor angenommen.

Wie „Bild“ unter Berufung auf ein Schreiben aus dem Bundesgesundheitsministerium von Karl Lauterbach berichtet, soll der Zusatzbeitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab dem Jahr 2023 „moderat“ ansteigen.

Damit möchte Lauterbach eine kommende Finanzlücke füllen, die derzeit auf eine Höhe von rund 17 Milliarden Euro geschätzt wird. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine dürfte das Loch allerdings sogar noch tiefer ausfallen.

Wie viel tiefer wir in die die Tasche werden greifen müssen, möchte Lauterbach erst Ende Mai öffentlich machen.

Hintergrund könnte die Wahl in Nordrhein-Westfalen sein. Zumindest mutmaßt Gesundheitsexperte Tino Sorge von der CDU: „Offensichtlich will die Ampel vor der NRW-Wahl keine schlechten Nachrichten verkünden.“ Immerhin sei es ein „offenes Geheimnis“, dass die Beiträge steigen würden.

Auf Basis der Faustformel für die Erhöhung lässt sich jedoch schon erahnen, was da auf uns zukommt: Die Erhöhung des Kassenbeitrags um einen Prozentpunkt entspricht etwa einem Defizit von 16 Milliarden Euro, was bedeutet, dass Bürger zwischen 156 Euro und 312 Euro netto pro Jahr mehr werden zahlen müssen.

Quellen: focus.de/ , bild.de