Für viele Arbeitnehmer gehört sie zum Alltag im Job wie der Mittag oder Gespräche mit Kollegen: die Rauchpause. Ohne den Glimmstängel nebenbei macht ihnen der Arbeitsalltag wenig Freude – nichtrauchende Kollegen sind davon oft genervt: Wieso darf der andere Mitarbeiter rauchen gehen, während man selber weiterarbeiten muss? Doch ist das Recht auf die Zigarettenpause im Job verbrieft? Oder darf der Chef sie verbieten?

Dafür gibt es eine konkrete Antwort. Demnach ist das Recht auf eine Rauchpause am Arbeitsplatz mitnichten selbstverständlich – Chefs sind verpflichtet, die Rechte der nichtrauchenden Arbeitnehmer zu wahren und zu schützen, weswegen sie das Rauchen am Arbeitsplatz unterbinden müssen. Gesetzlichen Anspruch auf spezielle Rauchpausen gibt es laut Bild nicht – ist das Rauchen verboten, muss dieses Verbot von allen Mitarbeitern eingehalten werden.

E-Zigaretten – ungeklärt

Es handelt sich dabei in überwiegenden Fällen um eine stillschweigende Absprache, dass Raucher sporadisch die Arbeit für eine Zigarettenpause unterbrechen können. Arbeitsrechtlich müssen diese Rauchpausen allerdings nachgeholt und der Arbeitstag entsprechend verlängert werden. Für das Rauchen ist im Regelfall also die normale Pause da – insofern diese Pause nicht unmittelbar am Arbeitsplatz verbracht wird. Denn: Wer eine Rauchpause einlegt, muss sicherstellen, dass er Kollegen und Gäste seines Unternehmens nicht mit dem Rauch behelligt. 

Stehen also keine geeigneten Räumlichkeiten für die Kippe zur Verfügung, muss der Raucher vor die Tür – egal bei welchem Wetter. Dampfer sind diesbezüglich besser dran: Für E-Zigaretten gibt es noch keine verbindlichen Regelungen am Arbeitsplatz. Es ist also in jedem Fall weise, mit seinem Arbeitgeber eine Regelung für Raucher- oder Dampfpausen auszuhandeln – tut man dies nicht, kann bei ungenehmigten kurzen Rauchpausen während der Arbeitszeit sehr wohl Ärger drohen: Man kann Abmahnungen kassieren, leistet man diesen nicht Folge, droht schlimmstenfalls die fristlose Kündigung.