Für Gratis-Pornos bezahlen? Das klingt in vielerlei Hinsicht falsch, könnte jedoch bald Realität werden. Zumindest, wenn es nach Frank Ciccone und Hanna Gallo geht, ihres Zeichens demokratische Senatoren des US-Bundesstaates Rhode Island. Die zwei Herrschaften haben nämlich einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der eine Gebühr vorsieht, selbst wenn die pikanten Inhalte eigentlich kostenlos zur Verfügung stehen.

Das neue Gesetz soll es dem Staat ermöglichen, Internetanbietern das standardmäßige Blocken sexueller Inhalte vorzuschreiben. Möchte ein Kunde nun dennoch Zugang zu erotischen Inhalten, muss dieser einmalig 20 Dollar an seinen Internetprovider zahlen. Der führt diese Einnahmen dann in voller Höhe an den Staat ab, welcher laut Gesetzesentwurf das Geld wiederum für den Kampf gegen Menschenhandel einsetzt.

Außerdem sieht der Plan vor, dass die Internetprovider in Rohde Island einen „Meldemechanismus wie eine Website oder ein Callcenter“ einrichten, um darüber zu „ermöglichen, dass sexuelle oder potenziell sexuell anstößige Inhalte gemeldet werden und blockierte Inhalte, die nicht sexuell oder potenziell sexuell anstößig sind, wieder freigegeben werden.“

Betroffen sind dem Gesetzestext zufolge alle Internetseiten, die Geschlechtsverkehr „normal oder pervers, tatsächlich oder simuliert“ sowie Masturbationshandlungen zeigen. Außerdem sollen Seiten blockiert werden, auf denen Prostituierte ihre Dienste anbieten.

Nun ist es am Justizausschuss zu entscheiden, ob der vorliegende Gesetzesentwurf in Kraft tritt und damit möglicherweise anderen Staaten und Ländern als Vorbild dient, oder eben nicht. Wann die endgültige Entscheidung gefällt wird, ist jedoch noch ungewiss.

Quelle: computerbild.de