Was in vielen Ländern im Zuge der kontrovers debattierten Rauchverbote längst der Fall ist, soll nun auch in Deutschland Realität werden. Zumindest, wenn es nach einem Gesetzesentwurf von zwei Bundesländern geht, soll das Rauchen im Pkw verboten werden – die Zigarette oder Zigarre im Auto könnte dann bald teuer zu stehen kommen.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen möchten gegen den Tabakkonsum im Auto vorgehen, wenn Personen an Bord sind, deren gesundheitliches Wohl dadurch in Frage gestellt sein könnte: „Rauchen in Autos, in denen Kinder oder Schwangere sitzen, muss verboten werden“, betont Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann. Und führt aus:

„Wir haben zusammen mit Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Bundesratsinitiative gestartet, das Landeskabinett hat in seiner letzten Sitzung zugestimmt: Der Bund soll im Nichtraucherschutzgesetz dafür sorgen, dass mitfahrende Kinder geschützt werden – sie dürfen nicht zu Passivrauchern werden.“

Dem Gesetzesentwurf zufolge drohen bei einer Zuwiderhandlung bis zu 3000 Euro Strafe 

Dies geht aus einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ hervor. Die Gesundheitsminister hatten ein entsprechendes Gesetz bereits im Herbst letzten Jahres befürwortet, mit Rückendeckung der Bundesärztekammer. Ungeborene und Kinder würden demnach durch das Verbot besser vor den schwerwiegenden Gesundheitsschäden durch das Passivrauchen geschützt, so der Ton.

Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums zufolge liegt die Dichte der Schadstoffe in Autos, in denen geraucht wird, 5-mal höher als in einer Bar mit Raucherlaubnis. Reimann betont: „Kinder können sich dem schädlichen Qualm in Fahrzeugen nicht entziehen, die Gefahr gesundheitlicher Schädigungen ist insbesondere bei ihnen und auch bei Schwangeren besonders hoch.“

Quelle: t-online.de