Gesetze und Regeln: Die wichtigsten Änderungen für 2022 – Neues Jahr, neue Regelungen und Gesetze. Auch im Jahr 2022 gibt es zahlreiche Änderungen für alle Bürgerinnen und Bürger des Landes. Diese treten in den verschiedensten Bereichen von Hartz IV über Steuern bis hin zum Corona-Bonus in Kraft.

Dabei kann es für den Einzelnen auch Vorteile mit sich bringen, schaut man beispielsweise auf die Erhöhung des Steuerfreibetrags oder die Tatsache, dass Verbraucher 2022 wesentlich einfacher Verträge kündigen können. Nachfolgend haben wir für euch die wichtigsten Änderungen für 2022 einmal zusammengetragen.

Steuerfreibetrag

Auch im kommenden Jahr steigt der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer weiter. So erhöht sich der Betrag für Ledige um ganze 240 Euro auf 9.984 Euro während Ehepartnern ein Grundfreibetrag von 19.968 Euro zusteht. Das sind immerhin ganze 480 Euro mehr als im Vorjahr.

Mindestlohn

Ab dem 1. Januar 2022 steigt das Einkommen im Mindestlohnsektor. Demnach wird der Mindestlohn von derzeit 9,60 Euro auf 9,82 Euro pro Stunde erhöht. Eine zweite Erhöhung steht dann ab dem 1. Juli 2022 an, wo pro Stunde mindestens 10,45 Euro gezahlt werden muss.

Zensus 2022

Im kommenden Jahr steht wieder eine registergestützte Bevölkerungszählung, genannt Zensus, statt. Bei der Bevölkerungszählung wird nicht nur ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, sondern auch, wie sie wohnen und wo sie arbeiten. Die Daten werden hierzu zum Großteil aus den Verwaltungsregistern bezogen.

Hartz IV

Wer auch im nächsten Jahr Hartz IV bezieht, erhält ab Januar 2022 mehr Geld. So wird der Hartz-IV-Satz für alleinstehende Erwachsene auf 449 Euro erhöht. Jugendliche ab 14 Jahren erhalten dann 376 Euro und Ehegatten sowie Partner 404 Euro. Auch Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt erhalten ein Plus und ziehen 360 Euro ein. Der Hartz-IV-Satz bei Kindern bis fünf Jahren erhöht sich um zwei Euro auf 285 Euro pro Monat und Sechs- bis Dreizehnjährige erhalten künftig 311 Euro.

Corona-Bonus

Bis einschließlich 31. März 2022 können Arbeitgeber einen steuerfreien Corona-Bonus an ihre Mitarbeiter auszahlen. Die Höchstgrenze liegt hier bei 1.500 Euro.

Plastiktüten

Direkt zum Start ins Jahr gilt ab Januar 2022 ein Verbot für leichte Plastiktragetaschen in Deutschland. Heißt, Händler dürfen keine Kunststofftragetaschen beim Einkauf an ihre Kunden mehr ausgeben. So will man einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem der Plastikmüll weiter reduziert wird. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss Bußgeld zahlen. Die dünnen Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung sind übrigens vom Verbot ausgeschlossen.

Führerschein

Im kommenden Jahr müssen sich Autofahrer nicht nur auf einen höheren CO2-Preis für Kraftstoff oder das Mitführen von zwei Mund-Nase-Masken im Verbandskasten einstellen: Auch wer im Besitz eines älteren Führerscheins ohne Ablaufdatum für Auto, Motorrad oder LKW ist, muss nun tätig werden und seinen Führerschein umtauschen. Der Umtausch wird gestaffelt organisiert, sodass bis zum 19. Januar 2022 erstmal alle, die zwischen 1953 und 1958 geboren wurden und einen Schein besitzen, der vor dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurde, ihren Lappen umtauschen müssen.

Kündigung von Verträgen

Verträge, die am 1. März 2022 abgeschlossen werden, besitzen nur noch eine Kündigungsfrist von einem Monat. Auch eine bestimmte Verlängerung der Laufzeit beim Versäumen der Kündigungsfrist gibt es dann nicht mehr. Zwar wird der Vertrag bis auf unbestimmte Zeit verlängert, sollte man vergessen zu kündigen. Doch dieser kann dann mit einer Frist von einem Monat wieder gekündigt werden.

Quelle: focus.de